Bank Linth wächst im ersten Halbjahr 2017 - Zinsgeschäft legt zu

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Die Bank Linth ist im ersten Halbjahr 2017 gewachsen. Dabei hat sie sowohl ihren Gewinn als auch Erfolg erhöht. So ist der Halbjahresgewinn um 7,2% auf 10,8 Mio CHF gestiegen, während sich der operative Geschäftserfolg um 6,1% auf 12,9 Mio verbesserte. Zu dieser Entwicklung trugen in erster Linie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft bei, aber auch im Zinsengeschäft ist die Bank in den ersten sechs Monaten gewachsen, wie aus ihrer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht.
17.08.2017 08:29

Wie die zur LLB-Gruppe gehörende Ostschweizer Regionalbank in der Mitteilung weiter schreibt, "genoss sie im ersten Halbjahr anhaltendes Kundenvertrauen und konnte unter anspruchsvollen Marktbedingungen den Geschäftsertrag steigern". Insgesamt habe man ein gutes Geschäftsergebnis erzielt.

ZINSGESCHÄFT STÜTZT GESCHÄFTSERTRAG

Den Geschäftsertrag beziffert das Finanzinstitut mit 46,7 Mio CHF, ein Plus von 9,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für den wichtigsten Ertragspfeiler, das Zinsengeschäft, verbuchte die Bank einen Bruttoerfolg von 32,1 Mio (+4,1%). Den Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft beziffert sie auf 33,1 Mio nach 30,3 Mio im Vorjahreszeitraum. Wie die Bank schreibt, trägt das Zinsgeschäft 70% zum Geschäftsertrag bei.

Im ersten Halbjahr habe man den Rückgang im Zins- und Diskontertrag von 2,6 Mio durch den abnehmenden Zinsaufwand von 4,0 Mio CHF mehr als kompensiert, heisst es weiter. Dass der Nettoerfolg über dem Bruttoerfolg liege, begründet die Bank mit Veränderungen in der Position "ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft". Denn hier ergab sich im ersten Semester 2017 eine Nettoauflösung von 0,9 Mio. Im Vorjahressemester wurden dagegen netto 0,6 Mio ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen gebildet.

Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 10,6% auf 9,7 Mio. Dieses Geschäft habe sich mit einem Anteil von rund 20% am Geschäftsertrag zu einer stabilen Grösse entwickelt.

Im Handelsgeschäft nahm der Erfolg um 9,8% auf annähernd 3,2 Mio zu. Es basiere vor allem auf dem Devisengeschäft mit den Kunden.

SANIERUNG HINTERLÄSST SPUREN BEIM AUFWAND

Beim Geschäftsaufwand standen für die ersten sechs Monate 30,6 Mio CHF in den Büchern, was einen Anstieg um 5,3% bedeutet. Hierfür sei vor allem der gestiegene Sachaufwand verantwortlich, der um 11,6% auf 14,5 Mio CHF zunahm. Dies sei auf die umfangreiche Sanierung des Hauptsitzes Uznach und den Betrieb der neuen digitalen Kundenlösungen zurückzuführen.

Die Kundenausleihungen, die Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen umfassen, sind in den ersten Monaten um 2,3% auf 5,7 Mrd CHF gestiegen. Die Hypothekarforderungen allein nahmen um 2,5% auf 5,5 Mrd zu. Die Kundengelder, die sich aus Kundeneinlagen und Kassenobligationen zusammensetzen, sind mit +1,3% gegenüber Ende 2016 ebenfalls gestiegen.

Bei den Nettoneugeldern (Net New Money) hat die Bank dagegen trotz breiter Bruttozuflüsse auf dem Niveau der Vorjahre einen Nettoabfluss von 134,2 Mio CHF verbucht. Dies sei auf den Abgang eines einzelnen grossen institutionellen Kunden zurückzuführen. Das Total der verwalteten Kundenvermögen stieg auf 6,9 Mrd CHF nach 6,8 Mrd per Ende 2016.

hr/dm

(AWP)