Banken punkten bei Schweizerinnen und Schweizern

(Meldung ausgebaut) - Die Banken in der Schweiz geniessen derzeit einen grossen Rückhalt bei der Bevölkerung. Laut einer Umfrage liegt das Vertrauen der Schweizer Bürger in ihre Hausbank auf einem historischen Höchststand. Das Image der Banken allgemein ist hoch, für die digitale Zukunft seien die Banken gut gerüstet und dem Finanzplatz wird eine hohe Bedeutung beigemessen.
06.04.2017 12:07

Was sich wie ein Werbespot für die Schweizer Banken liest, ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung SwissBanking.

Über die Gründe für die guten Noten, die auf den ersten Blick erstaunen mögen, kann Daniela Lüpold, Sprecherin bei SwissBanking, gegenüber der Nachrichtenagentur sda nur spekulieren: "Die Umfrage fragt nicht nach Gründen, aber die Banken haben die Vergangenheit aufgearbeitet und setzen internationale Standards um, wie zum Beispiel im Bereich Geldwäschereibekämpfung, bei den Eigenkapitalvorschriften oder bei der Umsetzung des Automatischen Informationsausstausches. " Das sei bei den Schweizerinnen und Schweizern offenbar angekommen, deshalb sei das Vertrauen gestiegen, vermutet Lüpold.

Demnach halten 95% der Befragten ihre Hausbank für vertrauenswürdig - ein Wert der höher liegt, als vor der Finanzkrise, teilte SwissBanking am Donnerstag mit. Nur 2% zeigten sich unzufrieden mit ihrer Hausbank.

WETTBEWERBSFÄHIGER FINANZPLATZ

Das Image der Banken allgemein beurteilten 49% der Befragten als positiv oder sehr positiv. 41% attestierten dem Schweizer Finanzplatz einen guten und professionellen Ruf auf internationaler Ebene. Im Vergleich zur letzten Umfrage sei dieser Wert gar um 10% gestiegen, heisst es in der Mitteilung.

Zudem glaubt die Hälfte der befragten Personen, dass Schweizer Banken und der Finanzplatz wettbewerbsfähiger seien als die Konkurrenz in Grossbritannien, Singapur oder Luxemburg. Etwas gedämpft ist dieser Optimismus im Hinblick auf die Zukunft: Immerhin knapp ein Viertel geht davon aus, dass sich diese Situation in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird.

Auch für die digitale Zukunft sehen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger die Banken gut gerüstet. So zählen 65% die Banken zu den Gewinnern der Digitalisierung, wobei sich 58% für eine Verbesserung der Ausbildung in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften aussprechen. Als grösste Risiken sehen die Befragten die Cyberkriminalität (86%) und den Verlust von Arbeitsplätzen durch die Automatisierung in der Bankenbranchen (39%).

HOHER WIRTSCHAFTLICHER STELLENWERT

Vor dem Hintergrund dieser positiven Bewertungen erstaunt es nicht, dass mehr als die Hälfte der Befragten auch den Stellenwert der Bankenbranche für die Gesamtwirtschaft als hoch erachten, dies vor allem in der Romandie (58%) und im Tessin (70%). Besonders den Banken als Arbeitgeber messen sie einen hohen Stellenwert bei.

Für die Umfrage wurden im letzten Januar im Auftrag von SwissBanking 1000 Schweizerinnen und Schweizer, gewichtet nach den Sprachregionen, befragt. Die Bankiervereinigung führt diese repräsentative Umfrage seit 1995 durch. Zum ersten Mal wurden in der jüngsten Umfrage die Meinungen zur Digitalisierung abgefragt.

cp/

(AWP)