Bankiervereinigung und SSF verstärken Zusammenarbeit bei nachhaltigen Anlagen

Nachhaltige Anlagen bergen für Schweizer Finanzinstitut ein grosses Wachstumspotenzial. Damit dies gehoben werden kann, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Dafür wollen die Schweizerische Bankiervereingung (SBVg) und Swiss Sustainable Finance (SSF) sorgen und verstärken deswegen die Zusammenarbeit.
19.09.2019 12:08

Investitionen für nachhaltige Anlagen seien in der Schweiz im Jahr 2018 um 83 Prozent auf 717 Milliarden Franken gestiegen, schreibt die SBVg in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dies sind bereits 20 Prozent des in der Schweiz verwalteten Vermögens und ist fast doppelt so hoch wie die 11 Prozent weltweit.

Gewachsen sind insbesondere Anlagefonds, Mandate und Vermögen institutioneller Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen.

Die Schweiz habe eine lange Tradition beim Thema Nachhaltigkeit und Finanzen, wird in der Mitteilung Sabine Döbeli zitiert, CEO von SSF. Im internationalen Vergleich punkte die Schweiz mit Innovationskraft und hervorragendem Know-How. Diese Stärken seien eine ausgezeichnete Basis, um die stetig wachsende Nachfrage und das grosse Potenzial von nachhaltigen Investitionen für den Finanzplatz und die gesamte Schweiz zu nutzen.

Damit im Bereich nachhaltige Anlagen auch praxisnahe und effektive Massnahmen entwickelt und umgesetzt werden können, wollen die beiden Verbände ihre Stärken bündeln. Zu den Stärken der SBVg gehöre, dass sie durch ihre Rolle als Bankendachverband ein zentraler Dialogpartner in politischen Prozessen spiele, heisst es.

Der SSF wiederum bringe mit seiner breiten Mitgliederbasis - nebst Banken und Asset Managern auch Versicherungen, institutionelle Anleger, Finanzdienstleister, Hochschulen, andere Verbände und die öffentliche Hand - die Perspektiven zahlreicher weiterer Akteure ein und verfüge über spezifisches Praxiswissen zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Finanzentscheidungen.

sig/cf

(AWP)