Bankpersonalverband fordert Boni-Verzicht von CS-Führung

Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der Credit Suisse sollen auf jegliche Boni verzichten, fordert der Schweizerische Bankpersonalverband. Dies, weil die Grossbank am Mittwoch einen Verlust von 983 Mio CHF für das Jahr 2017 bekanntgegeben hatte.
15.02.2018 15:39

Eine variable Entlöhnung über mehrere Millionen nach Milliardenverlusten und unvorsichtiger Führung sei respektlos und werde von den Mitarbeitenden nicht mehr toleriert, schreibt der Bankpersonalverband in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte die CS Verluste geschrieben. Laut dem Personalverband zahlte sie dennoch Boni in Millionenhöhe an Mitglieder der Geschäftsleitung.

Der Personalverband fordert, dass die Bank vermehrt in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Insbesondere ältere Mitarbeiter müssten auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet werden. Die Mitarbeitenden hätten zu einem guten Resultat in der Schweiz beigetragen, und dies trotz einer langandauernden Restrukturierung.

CS-Chef Tidjane Thiam hatte am Mittwoch auf die Frage, ob der erneute Verlust Auswirkungen auf die Boni des Managements habe, geantwortet: "Mit dem, was wir machen, hat das gar nichts zu tun." Der Verlust resultierte aus Altlasten, namentlich einer Wertberichtigung auf US-Steuergutschriften, wie die CS mitgeteilt hatte.

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(AWP)