Barclays kämpft mit schwierigen Märkten - Druck auf Bankchef Staley steigt

Die britische Grossbank Barclays hat im dritten Quartal mit der schwierigen Lage an den Kapitalmärkten gekämpft. So sind die Erträge im Anleihengeschäft um 34 Prozent gefallen und damit stärker als bei den meisten amerikanischen Konkurrenten - aber nicht so stark wie zum Beispiel bei der Deutschen Bank . Dennoch dürfte das schwache Geschäft in dem Bereich den Druck auf Unternehmenschef Jes Staley erhöhen. Dieser hatte einmal gesagt, dass er bei einem schwachen Quartal in dem Segment nicht in Panik verfallen würde - jetzt hat er bereits drei schwache Quartale hinter sich.
26.10.2017 08:48

Trotz der Flaute an den Kapitalmärkten hat Barclays im dritten Quartal aber mehr verdient als im Vorjahr - dies ist allerdings nur auf ausgebliebene Sonderbelastungen zurückzuführen. Der Gewinn sei im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent auf 583 Millionen Pfund (654 Mio Euro) gestiegen, teilte die Bank am Donnerstag in London mit. Im Vorjahresquartal hatte die Bank noch hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten verkraften müssen.

Damit ist die Bank zumindest auf Quartalsbasis wieder zurück in der Gewinnzone. Im bisherigen Jahresverlauf steht aber wegen des Rückzugs aus Afrika weiter ein dickes Minus in der Gewinn- und Verlustrechnung. Das Haus rüstet sich zudem weiter für den anstehenden Austritt Grossbritanniens aus der EU. Um den zu erwartenden Anforderungen des Brexits gerecht zu werden, gliedert Barclays das britische Geschäft in eine eigenen Einheit aus./zb/das

(AWP)