Barry Callebaut-Aktien drehen nach Jahreszahlen ins Plus

Zürich (awp) - Die Barry Callebaut-Aktien haben am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Für Analysten enthielt der am Morgen publizierte Jahresabschluss 2015/16 keine grossen Überraschungen. Sie warnen zudem vor zu viel Optimismus.
02.11.2016 09:54

Die Barry-Callebaut-Papiere sind mit einem klaren Minus in den Handel gestartet, haben dies aber relativ schnell wettgemacht und notieren gegen 9.45 Uhr 0,7% im Plus bei 1'236 CHF. Die Volumina sind überdurchschnittlich. Der Gesamtmarkt (SPI) gibt derweil um 0,6% nach.

"Die Investoren könnten die Entwicklung beim Free Cashflow positiv sehen", meinen die Experten der UBS. Tatsächlich sei diese Kennzahl deutlich über dem Vorjahr und auch deutlich über den Schätzungen ausgefallen, heisst es im Kommentar der Grossbank weiter. Doch es wird ein Fragezeichen zur Nachhaltigkeit dieser Entwicklung gesetzt.

Auch bei der ZKB wird von einem "sehr starken" Free Cashflow gesprochen. Und bei Vontobel wird der erzielte Wert von gut 400 Mio CHF in Bezug zum kumulierten Gesamtwert von lediglich 20 Mio CHF in den letzten fünf Jahren gesetzt.

Abgesehen davon seien die Zahlen in etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, heisst es unisono. Insbesondere ist das schwache organische "Wachstum" im vierten Quartal keine Überraschung - wegen der Aufgabe von Geschäften und der hohen Vergleichsbasis, wie Baader Helvea schreibt. Positiv gewürdigt wird in diesem Zusammenhang aber, dass die bisherigen Wachstumsziele bestätigt wurden. Vontobel zeigt sich allerdings etwas beunruhigt von Anzeichen für anhaltende Überkapazitäten in Asien.

Die Analysten verweisen ausserdem auf die vergleichsweise hohe Bewertung der Titel, nachdem diese im laufenden Jahr bislang um über 12% zugelegt haben. Selbst bei einem erwarteten Gewinnanstieg sei die Bewertung "immer noch stattlich", meint daher die ZKB und bestätigt ihre Einstufung "Marktgewichten". Vontobel stuft die Papiere ebenfalls mit "Hold" ein, während Baader Helvea am Rating "Buy" und die UBS-Analysten an ihrer Verkaufsempfehlung festhalten.

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(AWP)