BASF muss bei Zwischenfällen künftig sofort Behörden informieren

Nach der Auslieferung von belasteten Kunststoffprodukten muss der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen künftig sofort bei Zwischenfällen die Behörden informieren. Dies sei mit dem BASF-Vorstand vereinbart worden, teilte das Umweltministerium in Mainz am Dienstag mit. Anfang Oktober war bekannt geworden, dass BASF über einen Monat lang ein belastetes Kunststoffgrundprodukt für Möbel und Matratzen hergestellt und ausgeliefert hatte.
17.10.2017 17:28

Das in Ludwigshafen hergestellte Toluoldiisocyanat (TDI) enthielt eine deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol (DCB). Dieses kann Haut, Atemwege und Augen reizen und steht unter dem Verdacht, Krebs zu verursachen. Die BASF hatte die Behörden zunächst nicht hierüber informiert. Nach Einschätzung des Unternehmens geht von den Schaumstoffen, die mit einem belasteten BASF-Kunststoffprodukt hergestellt wurden, keine Gesundheitsgefahr aus./mrr/DP/stb

(AWP)