BASF setzt auf Supercomputer - 'Goldmine' voller Daten

Der weltgrösste Chemiekonzern BASF will mit dem verstärkten Einsatz digitaler Technologien Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Noch im Sommer will das Unternehmen in Ludwigshafen seinen sogenannten Supercomputer in Betrieb nehmen, dessen Rechenleistung etwa zehnmal höher sein soll als der BASF bislang für wissenschaftliches Rechnen zur Verfügung stand.
29.06.2017 13:42

Der Computer - die Nummer 65 in der Welt - sei der grösste in der chemischen Industrie, sagte Vize-Vorstandschef Martin Brudermüller am Donnerstag. Er soll helfen, die im Konzern vorhandenen Daten zu nutzen. "Wir sitzen auf einer wahren Goldmine und wissen nicht einmal, wie viel Gold drin ist."

Mit Computerhilfe sei es zum Beispiel gelungen, die Lebensdauer von Katalysatoren dreimal schneller zu berechnen als bisher. Zu den Kosten des Computers und den erwarteten Einsparungen machte Brudermüller keine Angaben. Aber wenn zum Beispiel 20 Prozent der Laufzeit eines Projekts eingespart werden könnten, dann könne man mit den Ausgaben von heute künftig mehr Projekte machen. Das werde sich daran zeigen, dass die Forschungskosten künftig nicht so stark stiegen. Einen direkten Einfluss auf die Beschäftigten in der Forschung sehe er nicht. Nötig seien aber andere Qualifikationen. "Wir werden weniger Arme brauchen und mehr Köpfe in der Zukunft."/jes/DP/das

(AWP)