BASF will TDI-Anlage wieder hochfahren

Die wegen eines Defekts ruhende TDI-Anlage der BASF soll in einigen Wochen wieder in Betrieb gehen. Allerdings kann die milliardenteure Produktionsstätte voraussichtlich erst 2018 wieder vollständig ausgelastet werden, wie der Chemiekonzern am Mittwoch mitteilte. In der Anlage wird ein wichtiger Stoff zur Herstellung von Polyurethan hergestellt. Dieser Stoff wiederum wird zu einem grossen Teil in der Möbel- und in der Automobilindustrie, etwa für Sitzpolster, eingesetzt.
15.02.2017 10:59

Die Anlage im Ludwigshafener Stammwerk ging nach einem Vorfall am 20. November vergangenen Jahres vom Netz. Das Umweltministerium in Mainz teilte damals mit, dass bei dem Vorfall ein Leck in einem Reaktor entstanden sei. Die Sicherheitseinrichtungen hätten aber funktioniert, hiess es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen.

Wie die BASF nun mitteilte, wurde der defekte Reaktor übergangsweise gegen einen Ersatz ausgetauscht. Der defekte Reaktor werde repariert und ein neuer Reaktor bestellt. Aufgrund der langen Lieferzeit des neuen Teils erwartet das Unternehmen den endgültigen Abschluss der Reparaturarbeiten nicht vor 2018. Die Versorgung der Kunden sei aber sichergestellt. Die Anlage war im August 2016 mit einer Verspätung von etwa anderthalb Jahren gestartet. Sie hatte gut eine Milliarde Euro gekostet./swo/DP/stb

(AWP)