BASF: Zwei Drittel der belasteten Produkte noch nicht verarbeitet

Von den 7500 ausgelieferten Tonnen eines mit Dichlorbenzol belasteten BASF -Kunststoffprodukts für Autositze und Matratzen sind rund 5000 Tonnen nach Unternehmensangaben noch nicht weiterverarbeitet. Sie würden von BASF zurückgeholt, teilte der Chemiekonzern am Mittwoch mit. Bei bereits verarbeiteten Produkten stehe BASF in Kontakt mit den Kunden. So unterstütze ein Team von 75 Spezialisten die Abnehmer bei Tests zur Dichlorbenzol-Konzentration. Damit solle eine Gefährdung ausgeschlossen werden. Dichlorbenzol kann Haut, Atemwege und Augen reizen und steht im Verdacht, Krebs zu verursachen.
11.10.2017 19:04

Der Chemiekonzern hat zwischen dem 25. August und dem 29. September 7500 Tonnen des Kunststoffgrundprodukts Toluoldiisocyanat (TDI) hergestellt, die nach Unternehmensangaben eine deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol aufwiesen. TDI ist ein Ausgangsstoff für den Kunststoff Polyurethan, der zur Herstellung von Matratzen sowie für Polsterungen benutzt wird. In der Autoindustrie wird er für Sitzpolster verwendet./jes/DP/men

(AWP)