Basilea steigert Erträge 2016 - Will Produktverkäufe 2017 verdoppeln

(Um weitere Details ergänzt) - Basilea Pharmaceutica blickt nach einem bewegten Jahr 2016 mit Zuversicht auf das angelaufene Geschäftsjahr. 2016 habe ganz im Zeichen der Produktverkäufe seiner beiden wichtigen Mittel Cresemba und Zevtera/Mabelio, sowie dem Ausbau des zweiten Standbeins Onkologie gestanden. Im aktuellen Geschäftsjahr 2017 sollen vor allem die Onkologie-Projekte weiter vorangetrieben werden.
20.02.2017 08:40

Gleichzeitig stellt Basilea in der Mitteilung vom Montag bei den Produktverkäufen für 2017 eine Verdoppelung auf rund 15 Mio CHF in Aussicht. Für 2016 beliefen sich die Produktverkäufe von Cresemba (Isavuconazol) und Zevtera/Mabelio (Ceftobiprol) in Europa auf 7,1 Mio CHF. Lizenzgebühren (Royalties) auf Cresemba-Verkäufe in den USA machten im vergangenen Geschäftsjahr 7,3 Mio CHF aus. Auch hier rechnet Basilea für 2017 mit einer Steigerung um annähernd 100% auf 14 Mio CHF.

Insgesamt weist Basilea für 2016 Einnahmen in Höhe von 66,0 Mio CHF aus, nach knapp 52,8 Mio im Geschäftsjahr 2015. Davon entfielen 57,7 Mio (VJ 51,2 Mio) auf den Umsatz aus Verträgen.

KOSTEN INSGESAMT LEICHT GESENKT

Auf der Kostenseite weist Basilea für Forschung & Entwicklung mit 48,4 Mio CHF weniger Aufwand aus als im Jahr 2015. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Vertrieb, Verwaltung und allgemeine Posten leicht auf 56,1 Mio CHF. Während die Ausgaben in der Forschung vor allem mit der Phase-1/2a-Entwicklung des Krebsmedikamentenkandidaten BAL101553 in Verbindung standen, schlug sich die Kommerzialisierung von Cresemba und Zevtera/Mabelio bei den Vertriebskosten nieder.

Unter dem Strich konnte der Betriebsverlust 2016 um 29% auf 43,9 Mio verringert werden. Auch der Konzernjahresverlust fällt mit 51,3 Mio CHF ebenfalls niedriger aus. Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres verfügte Basilea über liquide Mittel und kurzfristige Finanzanlagen in Höhe von 289,0 Mio CHF, im Vergleich zu 310,9 Mio per Mitte 2016 und 364,7 Mio Ende 2015.

FOKUS AUF PRODUKTEINFÜHRUNGEN UND PIPELINE

Wichtiger noch als die Zahlen sind bei Basilea aber die Fortschritte mit den einzelnen Mitteln und Pipeline-Projekten. Vor allem die Produktverkäufe von Cresemba (Isavuconazol) und Zevtera/Mabelio (Ceftobiprol) gehören zu den wichtigen Meilensteinen des vergangenen Jahres. So hat Basilea das Antimykotikum Cresemba zur Behandlung von invasiven Schimmelpilzinfektionen in ersten europäischen Märkten eingeführt und zusammen mit Zevtera/Mabelio vermarktet. Zur Erklärung: Bei Zevtera handelt es sich um ein Breitspektrum-Antibiotikum, das zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant und im Spital erworbener Lungenentzündung (mit Ausnahme der beatmungsassoziierten Pneumonie) eingesetzt wird.

Wichtig für Basilea ist auch ein Vertrag, der mit der US-Behörde Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) über eine klinische Zusammenarbeit abgeschlossen wurde. Gemäss der Vereinbarung wird BARDA über eine erste Periode von 18 Monaten zunächst rund 20 Mio USD zur Verfügung stellen. Insgesamt habe der Vertrag ein Volumen von bis zu 100 Mio USD, teilte Basilea am Mittwoch mit. Durch das Phase-III-Entwicklungsprogramm soll die US-Zulassung für das Breitband-Antibiotikum Ceftobiprol (Zevtera) von Basilea erreicht werden. BARDA ist eine Abteilung des US-Gesundheitsministeriums.

STUDIEN MIT KANDIDATEN LAUFEN WEITER

Für das zweite Standbein, die Onkologie, hatte Basilea seine Pipeline durch die Erweiterung des klinischen Entwicklungsprogramms für BAL101553 weiter verstärkt. In der Phase-1-Studie mit oral verabreichtem BAL3833 bei Patienten mit soliden Tumoren einschliesslich metastasiertem Melanom wiederum, werde die Dosis-Eskalation mit dem Ziel fortgesetzt, die maximal verträgliche Dosis zu bestimmen.

Für das laufende Jahr stellt Basilea einen Fokus auf steigende Produktverkäufe und Fortschritte in der Pipeline in Aussicht. "2017 werden wir unsere Vermarktungs- und Partnerschaftsstrategie weiter umsetzen und rechnen daher mit weiterem Wachstum der Produktverkäufe", wird der Basilea-CEO Ronald Scott in der Mitteilung zitiert.

hr/cf

(AWP)