BAT muss bei E-Zigarettenprodukten zurückrudern

Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) muss seine Umsatzerwartung für E-Zigarettenprodukte senken. Im Bereich erwärmbare Tabakprodukte (THP) rechnet BAT für 2018 nun nur noch mit Erlösen in Höhe von 900 Millionen britische Pfund (gut 1 Mrd Euro) statt zuvor 1 Milliarde Pfund, wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte.
16.10.2018 11:39

Grund dafür sei der stockende Absatz in Japan und Effekte aus einem freiwilligen Rückruf der E-Zigarette Vuse Vibe in den USA. Nutzer hatten sich über fehlerhafte Batterien beschwert, die eine Überhitzung auslösen und somit das Brandrisiko erhöhen können.

BAT will das Geschäft mit sogenannten Rauchprodukten der nächsten Generation, wie etwa E-Zigaretten, ausbauen, das bisher nur einen recht kleinen Teil ausmacht.

Der Konzern rechnet ausserdem mit etwas mehr Gegenwind aufgrund des schwachen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde demnach voraussichtlich mit 7 Prozent durch Währungsumrechnungen belastet, unter der Annahme, dass die Wechselkurse für den Rest des Jahres unverändert bleiben. Mitte Juni ging BAT noch von einer Belastung von 6 Prozent aus.

2017 stieg der Umsatz des Tabakherstellers unter anderem wegen der Übernahme von Reynolds American um 38 Prozent auf 20,3 Milliarden britische Pfund. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei rund 2,8 Pfund./elm/mne/jha/

(AWP)