Baustoffkonzern CRH profitiert von Amerika-Geschäft - Neue Zukäufe in USA

Gute Geschäfte in Amerika und Europa haben dem irischen Baustoffkonzern CRH 2016 einen Gewinnsprung verschafft. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen gut 1,2 Milliarden Euro und damit 72 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es am Mittwoch in Dublin mitteilte. Von den unter US-Präsident Donald Trump angekündigten Infrastruktur-Investitionen erwartet CRH-Chef Albert Manifold erst mittelfristig nennenswerte Auswirkungen auf die Auftragslage. Trump könne die Entwicklung nach oben oder nach unten treiben, "aber wir sind CRH", sagte der Manager. Dennoch kauft das Unternehmen in den USA zu.
01.03.2017 09:58

Im abgelaufenen Jahr kamen CRH zwei Übernahmen aus dem Jahr 2015 beim Umsatz deutlich zugute. Die Erlöse legten um 15 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro zu. Auf vergleichbarer Basis und bei stabilen Währungskursen hätte das Plus nur 4 Prozent betragen. Der operative Gewinn (Ebit) sprang um 59 Prozent nach oben. Zusammen mit der Schlussdividende sollen die Aktionäre je Anteilsschein eine von 62,5 auf 65 Cent erhöhte Ausschüttung erhalten.

Unterdessen setzt die CRH-Führung den Kauf anderer Unternehmen und die Trennung von Konzernteilen fort. Im Januar und Februar erwarben die Iren mehrere Unternehmen in den USA und Kanada im Gesamtwert von 500 Millionen Euro. Andererseits leitete CRH die Trennung von Geschäftsteilen in Europa ein, die 400 Millionen Euro einbringen sollen - darunter sein Ton-Geschäft, ein Zementwerk und ein Mahlwerk in Deutschland. Dem muss das Bundeskartellamt aber teilweise noch zustimmen./stw/jha/fbr

(AWP)