Bayer bestätigt Prognose nach Kontrollabgabe bei Covestro

Bayer hat vor der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto die Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Der Umsatz dürfte ohne die ehemalige Kunststofftochter Covestro auf 35 bis 36 Milliarden Euro klettern, bekräftigte Bayer-Chef Werner Baumann am Donnerstag die Ende Juli gesenkte Prognose. Das entspreche einem um Währungseinflüsse und Zu- und Verkäufe bereinigten Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Bayer hatte zuletzt seinen Anteil an Covestro weiter gesenkt und die Kontrolle abgegeben.
26.10.2017 07:58

Der operative Gewinn (Ebitda vor Sonderposten) dürfte leicht über dem Niveau des Vorjahres von 9,3 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie dürfte im unteren einstelligen Prozentbereich zurückgehen. Die Aktienanzahl habe sich durch die im November 2016 ausgegebene Pflichtwandelanleihe deutlich erhöht, hiess es zur Begründung. Hier hatte Bayer bisher ohne Covestro keine Angaben gemacht.

Die Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch Bayer ist derweil auf Kurs. Ein Abschluss der 66 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion werde weiterhin bis Anfang 2018 angestrebt, sagte Bayer-Chef Werner Baumann bei Vorlage des Quartalsberichts. Bayer arbeite weiter eng mit den Behörden zusammen. Der umstrittene Mega-Deal würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. In zahlreichen Behörden läuft die Prüfung noch, darunter auch in Europa und den USA.

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(AWP)