Bayer erzielt Erfolg vor US-Gericht bei Klage gegen Blutverdünner Xarelto

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat mit seinem wichtigsten Pharmamittel Xarelto in den USA vor Gericht einen Erfolg verbucht. Eine Jury in New Orleans hat eine Klage gegen Bayer und den US-Konzern Johnson und Johnson (J&J) zurückgewiesen, wie aus den Gerichtsunterlagen von Mittwochabend hervorgeht. Es ist das erste Urteil nach den mehr als 18 000 Patientenklagen in den USA gegen J&J und Bayer, die den Blutverdünner Xarelto gemeinsam entwickelt haben. Bayer sieht nach Angaben eines US-Sprechers in dem Urteil eine Bestätigung der Sicherheit des Medikaments und der Informationen zur Verschreibung des Arzneimittels.
04.05.2017 09:49

Die beiden Pharmakonzerne seien nicht für innere Blutungen bei einem Xarelto-Benutzer verantwortlich, entschied die Jury. Der Blutverdünner ist mit einem weltweiten Umsatz von fast 3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr der Top-Umsatzträger im Bayer-Pharmageschäft.

Bayer sieht sich in den USA mit einer Klagewelle gegen sein Medikament Xarelto konfrontiert. Die Kläger machen das Medikament zur Behandlung und Prävention von Blutgerinnseln für Gesundheitsschäden und sogar Todesfälle verantwortlich. Bayer hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die Aktie notierte am Morgen etwas besser als der Dax und lag zuletzt 0,4 Prozent im Plus./stk/stb

(AWP)