Bayer macht mit Covestro-Anteilen Kasse und gibt Kontrolle ab

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat mit einem Aktienverkauf an seiner einstigen Kunststoff-Sparte Covestro einen Milliardenbetrag eingestrichen und damit die Kontrolle über das Unternehmen abgegeben. Der Leverkusener Dax -Konzern verkaufte weitere 6,9 Prozent der Anteile für rund eine Milliarde Euro, wie Bayer am Freitag in Leverkusen mitteilte. Der direkte Anteil an Covestro sinkt damit auf 24,6 Prozent. Die Bayer-Pensionskasse hält aber darüber hinaus weiter 8,9 Prozent. "Damit sind wir unserem Ziel, uns mittelfristig vollständig von Covestro zu trennen, einen grossen Schritt nähergekommen", sagte Bayer-Vorstandschef Werner Baumann.
29.09.2017 07:50

Bayer hat mit Covestro einen sogenannten Entherrschungsvertrag geschlossen, mit dem Bayer auf die Ausübung bestimmter Stimmrechte auf der Hauptversammlung verzichtet. Die ehemalige Tochter wird ab dem dritten Quartal als nicht fortzuführendes Geschäft in den Bayer-Zahlen ausgewiesen. Der Jahresausblick soll daher mit dem Zwischenbericht am 26. Oktober aktualisiert werden./men/stb

(AWP)