Bayer stärkt mit Kooperation in USA sein Geschäft mit Krebsmitteln

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer stärkt mit einer Kooperation sein Geschäft mit Krebsmitteln. Mit dem biopharmazeutischen Unternehmen Loxo Oncology aus Stamford im US-Bundesstaat Connecticut sei die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Krebstherapien mit gezielter Wirkung gegen onkogene Treiber vereinbart worden, teilte der Dax-Konzern am Dienstag mit.
14.11.2017 13:23

Bei der Kooperation gehe es um die Entwicklung und Vermarktung von Larotrectinib (LOXO-101) und LOXO-195. Ein Zulassungsantrag für Larotrectinib sei in den USA für Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018 vorgesehen. In den USA soll das Mittel gemeinsam vertrieben werden. Ausserhalb der USA übernimmt Bayer die Vermarktung allein.

Die Vereinbarung sehe vor, dass Loxo Oncology eine Vorabzahlung in Höhe von 400 Millionen US-Dollar und bei Erreichen bestimmter Zulassungs- und Verkaufsziele für Larotrectinib in den wichtigsten Märkten weitere Zahlungen von bis zu 450 Millionen Dollar von Bayer erhalte, hiess es. Darüber hinaus erhalte Loxo Oncology weitere 200 Millionen Dollar bei Erreichen bestimmter Zulassungs- und Verkaufsziele in den wichtigsten Märkten für LOXO-195.

Beide Wirkstoffe werden laut Bayer derzeit in weltweiten Studien für die Behandlung von Krebspatienten untersucht, bei denen sich das sogenannte Tropomyosin-Rezeptor-Kinase (TRK)-Gen genetisch verändert hat. Diese Veränderung, die ein Merkmal vieler Krebserkrankungen sei, bewirke eine unkontrollierte Zellkommunikation und Tumorwachstum./jha/oca

(AWP)