Bayer-Tochter Covestro erhöht Prognose für 2016 erneut leicht

(Ausführliche Fassung)
25.10.2016 08:03

LEVERKUSEN (awp international) - Die Bayer -Kunststofftochter Covestro blickt nach einem starken dritten Quartal mit etwas mehr Zuversicht auf das laufende Jahr. Covestro habe auch im dritten Quartal von einer starken Nachfrage profitiert, sagte Konzernchef Patrick Thomas am Dienstag laut Mitteilung. Der MDax -Konzern habe die gute Entwicklung aus dem ersten Halbjahr nahtlos fortgesetzt. Thomas stellte für 2016 weiter ein Mengenwachstum im einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Für den freien Mittelzufluss und die Rendite auf das eingesetzte Kapital zeigte er sich aber zuversichtlicher. Bereits nach dem ersten Halbjahr hatte er die Latte etwas höher gelegt.

Covestro profitierte auch im dritten Quartal von höheren Absatzmengen bei gleichzeitig höheren Margen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,9 Prozent auf 574 Millionen Euro zu. Beim Umsatz sorgten niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte aber für einen Dämpfer. Dieser blieb mit 3,02 Milliarden Euro stabil. Dennoch legte der Gewinn unter dem Strich um 61,9 Prozent auf 259 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Schnitt weniger auf dem Zettel. Vorbörslich legten die Aktien um rund 1,5 Prozent zu.

Das stärkste Mengenwachstum verzeichnete der Konzern aus Leverkusen beim transparenten Kunststoff Polycarbonat. Dieser wird etwa für CD-Rohlinge verwendet. Auch das Polyurethan-Geschäft lief gut. Diese Materialien werden als Schäume etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet. Beim Geschäft mit Beschichtungen und Spezialchemikalien blieb die Dynamik am geringsten. Der Preisdruck in allen Segmenten hielt an. Dank höherer Mengen und Margen legte das operative Ergebnis aber bei Polyurethan kräftig zu.

Auch nach dem Börsengang vor rund einem Jahr hält der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro. Der Kunststoffspezialist mit weltweit knapp 15 700 Mitarbeitern war zuvor als Bayer MaterialScience bekannt./jha/enl/stb

(AWP)