Bayer-Tochter Covestro mit Gewinnsprung - Weiteres Wachstum erwartet

Die Bayer -Tochter Covestro hat 2016 von Engpässen der Konkurrenz profitiert. Trotz deutlich niedrigerer Preise sank der Umsatz nur um 1,5 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro, wie der Kunststoffspezialist am Montag mitteilte. Die Verkaufsmengen legten deutlich zu. Auch für das laufende Jahr rechnen die Leverkusener mit einem weiteren Mengenwachstum. Der Zuwachs dürfte im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen, sagte Konzernchef Patrick Thomas laut Mitteilung. Er zeigte sich für 2017 zuversichtlich.
20.02.2017 07:15

Dank einer höheren Auslastung verdiente Covestro 2016 operativ deutlich mehr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei trotz sinkender Verkaufspreise um 22,7 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro geklettert. Der Konzern übertraf damit die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn hat sich unter dem Strich mit 795 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Den Aktionären winkt eine um 65 Cent auf 1,35 Euro je Aktie erhöhte Dividende. Analysten hatten weniger erwartet.

Auch nach dem Börsengang im Herbst 2015 hält der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro. Der Kunststoffspezialist mit weltweit knapp 15 600 Mitarbeitern war zuvor als Bayer MaterialScience bekannt. Die Materialien werden etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet./jha/she

(AWP)