Bayer vor Monsanto-Kauf mit Gewinnrückgang

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal unter hohen Lagerbeständen in Brasilien und einem schwachen Geschäft mit rezeptfreien Mitteln gelitten. Der Umsatz legte dank starker Geschäfte der Kunststofftochter Covestro nur leicht um 3,0 Prozent auf 12,19 Milliarden Euro zu, wie der Dax -Konzern am Donnerstag mitteilte. Aus eigener Kraft - also ohne Wechselkursschwankungen und Zu- und Verkäufe - hätte das Plus 1,9 Prozent betragen.
27.07.2017 08:10

Deutlicher sind die Spuren der vollen Lager in Brasilien bei den Gewinnkennzahlen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten trat mit 3,056 Milliarden Euro praktisch auf der Stelle. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,2 Milliarden Euro hängen. Das waren 11,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Im Pharmageschäft profitierte der Konzern erneut von einer sehr guten Entwicklung der neueren Mittel. Covestro verzeichnete einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisschub. Ende Juni hatte der Konzern nach hohen Belastungen in Brasilien und mit Blick auf ein schwächelndes Geschäft mit rezeptfreien Mitteln eine Prognosesenkung angekündigt. Die Kennzahlen lagen nun insgesamt im Rahmen der Erwartungen./jha/fbr

(AWP)