Optimistisch für 2017 - Bayer wächst 2016 profitabel

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat 2016 von gut laufenden Gesundheitsgeschäften profitiert.
22.02.2017 07:39
Bayer steht vor der Übernahme von Monasanto.
Bayer steht vor der Übernahme von Monasanto.
Bild: ZVG

Der Umsatz legte dank neuerer Medikamente um 1,5 Prozent auf 46,77 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Ohne Wechselkursschwankungen und Portfolioveränderungen hätte das Plus 3,5 Prozent betragen.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten kletterte um 10,2 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 4,53 Milliarden Euro - ebenfalls 10,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Schlussquartal belasteten hohe Sonderlasten auch im Zusammenhang mit einem Verhütungsmittel. Analysten hatten im Schnitt insgesamt etwas mehr erwartet.

Optimistisch für 2017

Vor der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto blickt der Konzern mit Zuversicht auf das laufende Jahr. Der Umsatz dürfte inklusive der vor mehr als einem Jahr an die Börse gebrachten Kunststofftochter Covestro auf mehr als 49 Milliarden Euro klettern, sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Mittwoch laut Mitteilung. Das entspreche einem um Währungseinflüsse und Zu- und Verkäufe bereinigten Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Bayer sei gut in das neue Geschäftsjahr gestartet.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten dürfte ebenfalls zulegen. Hier peilt Baumann eine Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Das Ergebnis je Aktie dürfte genauso stark wachsen. Ohne Covestro wären die erwarteten Wachstumsraten etwas höher.

Bei Monsanto-Übernahme auf Kurs

Bayer sieht sich bei der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto auf Kurs. Mit einem Abschluss werde unverändert Ende 2017 gerechnet. Bei etwa zwei Dritteln der rund 30 Behörden sei die Genehmigung bereits beantragt. In den USA etwa war Ende 2016 ein entsprechender Antrag gestellt worden. Der Mega-Deal würde den Dax-Konzern mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. Es ist der grösste Zukauf eines Konzerns aus Deutschland. Die Behörden müssen aber noch zustimmen.

(AWP)