Belimo verzeichnet im ersten Semester solides Umsatzplus und steigert Gewinn

(Ausführliche Fassung, unter anderem mit Aussagen CFO) - Die im Bereich Antriebslösungen tätige Belimo hat im ersten Halbjahr 2017 Umsatz und Gewinn gesteigert. Dabei legten die Verkäufe in allen Regionen zu, am stärksten in Asien/Pazifik. Von den beiden Anwendungsbereichen wuchs Wasser etwas stärker als Luft. Für das zweite Semester erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum.
03.08.2017 10:00

Der Umsatz erhöhte sich um 5,3% auf 288,5 Mio CHF, entsprechend einem währungsbereinigten Plus von 5,6%. Der mit einem Umsatzanteil von 57% grössere Anwendungsbereich Luft setzte in Lokalwährungen gemessen 4,9% mehr um, der Bereich Wasser 6,6%, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Nach Regionen betrachtet erreichte die wichtigste Region Europa (48% Umsatzanteil) ein Plus in lokalen Währungen von 5,3%. Der Markt für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanwendungen (HLK) habe dabei eine stabile Nachfrage gezeigt. Massgeblich zum Wachstum beigetragen hätten die Länder Niederlande, Deutschland, Italien und Spanien, während auch im Nahen Osten eine erhöhte Investitionstätigkeit zu verzeichnen gewesen sei. Das Wachstum in Russland bezeichnet Belimo als "erfreulich". Besonders gefragt seien Produkte wie das Belimo Energy Valve und die Zonenanwendung ZoneTight gewesen.

ASIEN WÄCHST ZWEISTELLIG

Die Region Amerika (40%) wuchs bereinigt um 4,6%. Hier war insbesondere die Nachfrage nach energiesparenden HLK-Systemen in den USA und Kanada weiterhin stark und die Resonanz auf die Einführung des neuen Sortiments an Sensoren positiv.

Gar zweistellig (+10,9%) war das Wachstum in Asien/Pazifik (12%). Der Trend zu energieeffizienten Gebäuden sowie die rasch fortschreitende Urbanisierung waren die Hauptwachstumstreiber in der Region. Wesentlich zum Wachstum beigetragen haben China, Australien, Hongkong, Indien und Südkorea.

Der EBIT zog gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 49,1 Mio CHF an, womit die entsprechende Marge um 10 Basispunkte auf 17,0% leicht zurückfiel. Finanzchef Beat Trutmann verwies in diesem Zusammenhang auf die wie angekündigt gestiegenen Ausgaben für Forschung & Entwicklung. Und im Vergleich zum zweiten Semester 2016 habe sich die Marge klar verbessert.

PROGNOSEN IN ETWA ERFÜLLT - AKTIE SCHWÄCHER

Der Reingewinn verbesserte sich um 1,5% auf 38,4 Mio CHF und damit unterproportional zum Umsatz und zum operativen Gewinn. Trutmann machte dafür insbesondere ein tieferes Finanzergebnis wegen der Schwäche des US-Dollars per Bilanzstichtag Ende Juni verantwortlich. Die Prognosen der Analysten wurden in etwa erreicht.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 zeigt sich das Unternehmen wenig konkret. Gesamthaft sollte sich der Umsatz im zweiten Halbjahr weiterhin positiv entwickeln, heisst es. In Europa dürfte sich die Bautätigkeit in den wichtigsten Ländern weiterhin zufriedenstellend entwickeln, wobei auf die politischen Unsicherheiten in Osteuropa verwiesen wird. Für die Region Amerika erwartet Belimo ebenfalls eine gute Entwicklung, die Prognosen für die Region Asien/Pazifik sind laut Belimo zufriedenstellend. Die Markteinschätzung hat sich damit gegenüber vergangenem März kaum verändert.

Trutmann wollte dazu keine genauere Prognose abgeben. Sollte der Umsatz im zweiten Semester aber gegenüber dem ersten gehalten werden könnten, käme dies nach dem schwächeren zweiten Semester 2016 einer guten Verbesserung gleich, erklärte er.

An der Börse fallen die Belimo-Aktien im frühen Geschäft um gut 2% zurück. Das Unternehmen habe einmal mehr ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen abgeliefert, hiess es dazu in einem Kommentar der Bank Vontobel. Einzig der Reingewinn sei etwas hinter den Prognosen zurückgeblieben. Vontobel geht davon aus, dass sich das Wachstum im zweiten Semester noch beschleunigen wird. Die Aktie ist laut der Bank aber schon hoch bewertet, deshalb bleibt das Rating bei "Hold".

cf/cp

(AWP)