Bergbaukonzern BHP wegen Preisen und Umweltkatastrophe mit Milliardenverlust

MELBOURNE (awp international) - Der Verfall der Rohstoffpreise und die Kosten für eine Umweltkatastrophe haben den britisch-australischen Bergbaukonzern BHP Billiton tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand im Ende Juni ausgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von 6,4 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 1,9 Milliarden Dollar verdient. Es war das erste Minus seit der Entstehung von BHP vor 15 Jahren.
16.08.2016 09:05

Dabei hinterliess eine Giftschlamm-Katastrophe nach dem Dammbruch in einem brasilianischen Eisenerzbergwerk, an dem BHP beteiligt ist, tiefe Spuren. Der Konzern bezifferte seine Kosten auf 2,2 Milliarden Dollar. Hinzu kamen hohe Abschreibungen auf Ölprojekte. Erneut kappte der Konzern die Ausschüttung an seine Aktionäre. Sie müssen sich nun mit einer Schlussdividende von 14 Cent pro Anteilsschein begnügen. Für das Gesamtjahr bekommen sie damit insgesamt nur noch 30 Cent, vor einem Jahr waren es noch 1,24 Dollar. Eine schnelle und dauerhafte Erholung der Rohstoffpreise erwartet BHP-Chef Andrew Mackenzie nicht. Mit harten Einsparungen versucht er gegenzusteuern./enl/nmu/stb

(AWP)