Beschäftigung in Deutschland steigt erneut

(Meldung ausgebaut) - In Deutschland treibt die gute Konjunktur die Beschäftigung erneut auf ein Rekordhoch. Zwischen Januar und März hatten 43,7 Millionen Menschen einen Job und damit so viele wie nie zuvor in einem ersten Quartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
16.05.2017 10:47

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg vor allem dank Impulsen von den Dienstleistern binnen Jahresfrist um 638'000 oder 1,5 Prozent. "Damit hat sich die positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit zum Jahresbeginn 2017 fortgesetzt."

Während die Zahl der Arbeitnehmer um 1,7 Prozent auf 39,42 Millionen kletterte, sank die Zahl der Selbstständigen einschliesslich mithelfender Familienangehöriger um 0,6 Prozent auf 4,28 Millionen.

Traditionell gibt es zu Jahresanfang einen Rückgang am Jobmarkt - wegen des Winters und weniger Beschäftigung in den Aussenberufen. Dank des milden Wetters fiel das Minus diesmal allerdings geringer aus als sonst.

Die gute Lage spiegelt sich vor allem in der Service-Branche wider. Die grössten absoluten Beschäftigungsgewinne gab es hier bei den öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit plus 226'000 Personen, gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit plus 165'000 sowie dem Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 128'000.

Dagegen sank die Erwerbstätigkeit bei Banken und Versicherern um 12'000 oder ein Prozent. Die Finanzbranche leidet unter niedrigen Zinsen und versucht, dies über Kostensenkungen abzufedern.

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) gab es 36'000 mehr Erwerbstätige als Anfang 2016 und allein am Bau 34'000 mehr. In der Fischerei, Land- und Forstwirtschaft ging die Zahl erneut zurück, und zwar um 18'000.

Ökonomen und die Bundesregierung rechnen auch 2017 wieder mit einem neuen Rekord bei der Beschäftigung.

(AWP)