Beschäftigungslage dürfte bis Jahresende gut bleiben

Die Arbeitgeber in der Schweiz sind laut einer Umfrage weiterhin relativ optimistisch in Bezug auf die Beschäftigungslage in ihren Unternehmen. Gemäss dem aktuellen Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower gibt es aber zwischen den einzelnen Brachen grosse Unterschiede.
10.09.2019 12:03

Konkret erwartet die grosse Mehrheit (91%) der 752 befragten Unternehmen keine Veränderungen der Belegschaft im vierten Quartal, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Fünf Prozent gehen sogar noch von einer weiteren Zunahme aus, während lediglich drei Prozent mit weniger Personal rechnen.

Laut Manpower resultiert daraus auf saisonbereinigter Basis für das vierte Quartal 2019 eine Netto-Arbeitsmarktprognose von plus drei Prozent. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einer Zunahme um einen Prozentpunkt und im Jahresvergleich einem Anstieg um fünf Prozentpunkte.

Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen

Je nach Wirtschaftszweig unterscheiden sich die Erwartungen aber markant. Am zuversichtlichsten zeigt sich gemäss der Umfrage die verarbeitende Industrie (+15%). Der Sektor verbucht auch im Vergleich zum Vorquartal (+10 Prozentpunkte) und zum Vorjahr (+19 Prozentpunkte) einen starken Anstieg. Ebenfalls positiv sind die Prognosen für den Sektor Energie- und Wasserversorgung (+11%).

Deutlich pessimistischer bis zum Jahresende 2019 ist hingegen das Baugewerbe (-13%). Der Sektor weist gemäss den Angaben auch gegenüber dem Vorquartal (-9 Prozentpunkte) und dem Vorjahr (-20 Prozentpunkte) einen Rückgang auf. Und auch im Gastgewerbe (-12%) ist der Optimismus des letzten Quartals verflogen: Hier ist die Prognose im Vergleich zum Vorquartal mit minus -29 Prozentpunkten massiv eingebrochen.

sta/uh

(AWP)