Beschäftigtenzahl in der Schweizer Uhrenindustrie geht leicht zurück

La Chaux-de-Fonds (awp) - Die weltweit rückläufige Nachfrage nach Uhren und Luxusgütern hinterlässt im Personalbestand der Schweizer Uhrenindustrie Spuren. Per Ende September 2015 beschäftigte die Uhren- und mikrotechnische Branche noch 58'798 Personen, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 314 Stellen bzw. 0,5% entspricht. Damit liege die Beschäftigtenzahl aber immerhin noch um 1'512 Einheiten (+2,6%) über dem Wert aus dem Jahr 2013, schreibt der Arbeitgeberverband der schweizerischen Uhrenindustrie (CP) am Mittwoch.
22.06.2016 11:28

Der geringe Rückgang der Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr widerspiegle die Verlangsamung der Konjunktur, die in der Branche zu beobachten gewesen sei, heisst es weiter. Besonders sensibel reagiert das Produktionspersonal, das drei Viertel aller Beschäftigen in der Branche ausmacht, auf wirtschaftliche Veränderungen. In dieser Kategorie nahm die Zahl der Beschäftigten um 4,0% auf 42'540 Einheiten ab.

Demgegenüber stieg die Zahl der Verwaltungsangestellten um knapp 12% auf 14'415 Einheiten. Diese Zunahme sei im Wesentlichen auf technische Gründe zurückzuführen, da in dieser Kategorie neu die bisher nicht erfassten Angestellten der Uhrenboutiquen berücksichtig würden. Beim Direktionspersonal (1'667 Einheiten, -37) und auch bei den Heimarbeitern (176 Einheiten, -46) waren die Zahlen rückläufig.

Nach Kantonen aufgeteilt beschäftigt die Uhrenindustrie weiterhin in Neuenburg (14'944), Bern (11'770) und Genf (10'181) die meisten Personen. Dabei durchbrauch der Kanton Genf mit einem Wachstum von 412 Einheiten (+4,2%) die 10'000er-Grenze. Nach dem Spitzentrio verteilen sich die restlichen Beschäftigte vor allem auf die Kantone Jura (6'649), Waadt (5'880), Solothurn (4'065) und Tessin (2'276) sowie in einem geringeren Ausmass auf Schaffhausen (850), Basel-Landschaft (786), Wallis (660) und Freiburg (249).

mk/uh

(AWP)