Bessere Geschäfte für Deutschlands Gastwirte im ersten Halbjahr

Deutschlands Gastwirte und Hoteliers sehen sich nach einem Umsatzplus im ersten Halbjahr weiter im Aufwind. "Wir steuern auf das achte Rekordjahr in Folge für den Deutschlandtourismus zu", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, am Freitag. "Und die Zeichen stehen bislang gut, dass sich dies auch im Umsatz widerspiegelt."
18.08.2017 12:22

In den ersten sechs Monaten 2017 stiegen die Erlöse im Gastgewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamts preisbereinigt (real) um 0,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Nominal lag das Umsatzplus nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker bei 2,2 Prozent.

Besonders kräftige Zuwächse gab es im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres bei Beherbergungsbetrieben mit plus 0,7 Prozent (real) und plus 2,4 Prozent (nominal). Auch in der Gastronomie lagen die Erlöse im Halbjahr über den Werten des Vorjahreszeitraums. Caterer mussten dagegen real leichte Rückgänge hinnehmen. Das Bundesamt berücksichtigt in der Erhebung Unternehmen des Gastgewerbes mit einem Jahresumsatz von mindestens 150 000 Euro.

Der Sommermonat Juni brachte der Branche nochmal ein kräftiges Umsatzplus von 1,1 Prozent (real) beziehungsweise 3,1 Prozent (nominal). Im Mai waren die Steigerungsraten allerdings noch höher. Am kräftigsten war das Umsatzplus im März, der mit milden Temperaturen die Menschen nach draussen lockte: Hier kletterten die Umsätze im Gastgewerbe zum Vorjahr real um 3,3 und nominal um 5,2 Prozent.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Statistische Bundesamt die Übernachtungszahlen für die Betriebe zwischen Ostsee und Alpen vermeldet: 205,1 Millionen Übernachtungen binnen sechs Monaten waren ein Rekordwert für ein erstes Halbjahr. "Die stabile Konjunktur, die gute Arbeitsmarktsituation und die weiter niedrigen Zinsen kurbeln den privaten Konsum an", kommentierte Dehoga-Präsident Zöllick. "Die Reise- und Ausgehfreude der Menschen ist ungebrochen, das zeigen die Umsatz- und Übernachtungszahlen einmal mehr."/ben/DP/stb

(AWP)