Bilfinger-Chef Blades plant Drei-Phasen-Strategie

HAMBURG (awp international) - Der neue Bilfinger-Chef Tom Blades will den von Krisen und Strategiewechseln geplagten Mannheimer Konzern zusammenhalten. "Ich möchte das Unternehmen Schritt für Schritt nach vorn bringen. Dafür habe ich die Unterstützung von meinen Vorstandskollegen und vom Aufsichtsrat", sagte Blades dem "Manager Magazin" laut am Donnerstag veröffentlichtem Vorabbericht. Der Aufsichtsrat, in dem auch zwei Repräsentanten des aktivistischen Grossaktionärs Cevian vertreten sind, habe mit ihm bewusst einen Ingenieur an die Spitze des Unternehmens geholt. Für eine Zerschlagung sei er nicht der richtige Mann.
17.11.2016 13:40

Er wolle den Industriedienstleister nun zunächst mit Hilfe effizienterer Strukturen "stabilisieren", erklärte der Manager. "Das muss möglichst rasch geschehen." Nach dem Verkauf der Immobiliensparte sei Bilfinger voll auf Dienstleistungen rund um die Industrie ausgerichtet. Er will 50 Millionen Euro in die IT des Unternehmens investieren, um die Prozesse des in den zurückliegenden Jahren zusammengekauften Konzerns zu vereinheitlichen.

"Gleichzeitig werden wir eine Bilfinger-Wertschöpfungskette aufbauen", erklärte er. In Hinblick auf eine künftige Struktur deutete Blades eine Zwei-Säulen-Strategie an, die sich an den Kunden orientieren werde. "Wir denken da an eine globale Engineering-Einheit. Daneben kann ich mir Instandhaltungen vorstellen, die aus Kernregionen heraus gesteuert werden." In einer zweiten und dritten Phase wolle er das Unternehmen "dann auf- und schliesslich ausbauen." Im vergangenen Jahr hatte Bilfinger nach einem Rekordverlust die Dividende gestrichen./jha/men/zb

(AWP)