Bilfinger senkt Prognose für operatives Ergebnis

Der kriselnde Industriedienstleister Bilfinger hat wegen hoher Belastungen in den USA seine Prognose für das operative Ergebnis für das laufende Jahr 2017 gesenkt. Grund seien Rückstellungen in Höhe von rund 55 Millionen für Altfälle in den USA, teilte der MDax-Konzern am Dienstagabend in Mannheim mit. Gleichzeitig verwies Bilfinger auf eine positive Entwicklung bei einem seit Jahren schwelenden Rechtsstreit in Doha. In Zusammengang mit diesem Alt-Projekt sei ein Betrag in Höhe von rund 60 Millionen Euro geflossen, der sich im zweiten Quartal positiv auf das Ergebnis nicht fortzuführender Aktivitäten auswirke. Daher sieht Bilfinger keine negativen Auswirkungen auf Konzernergebnis und Liquidität.
11.07.2017 21:54

Beim operativen Ergebnis (bereinigtes Ebita) erwartet Bilfinger 2017 nun aber nur noch ein ausgeglichenes Resultat. Bilfinger-Chef Tom Blades hatte zuvor eine Verbesserung der Marge um rund einen Prozentpunkt in Aussicht gestellt. 2016 lag die Kennzahl bei 0,4 Prozent und das operative Ergebnis bei 15 Millionen Euro. Den Ausblick für die Konzernleistung und den Auftragseingang wurde indes bestätigt. Die Leistung dürfte demzufolge im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken und der Auftragseingang aus eigener Kraft wachsen./jha/mis/la

(AWP)