Bilfinger wieder mit Gewinn

Der kriselnde Industriedienstleister Bilfinger hat sich im vergangenen Jahr mit milliardenschweren Spartenverkäufen und Sparmassnahmen zurück in die Gewinnzone gearbeitet. Im eigentlichen Geschäft belasteten die Zurückhaltung in der Öl- und Gasindustrie, ein schwaches Kraftwerksgeschäft sowie Umbaukosten aber weiterhin. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 271 Millionen Euro, nach einem Rekordverlust von gut einer halben Milliarde ein Jahr zuvor, teilte der MDax-Konzern am Montagabend mit. Im Industriedienstleistungsgeschäft verbesserte sich die Ertragskraft.
13.02.2017 21:47

Konzernweit sank die Leistung 2016 um 16 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt etwas weniger erwartet. Auftragsbestand und Auftragseingang, die auf die künftige Entwicklung schliessen lassen, sackten um 10 Prozent beziehungsweise 6 Prozent ab. Mit dem Verkauf der profitablen Bau- und Gebäudedienstleistungen ist Bilfinger deutlich geschrumpft. Der seit Anfang Juli amtierende Bilfinger-Chef Tom Blades setzt auf einen weiteren Umbau.

Im laufenden Jahr dürfte die Leistung organisch im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, hiess es nun. Die bereinigte Ebita-Marge dürfte sich um rund 1 Prozentpunkt verbessern. 2016 lag diese Kennzahl bei 0,4 Prozent./jha/he

(AWP)