BKW-Töchter AEK und onyx werden zusammengelegt - Umzug Arnold-Standort

Zürich (awp) - Der Energiekonzern BKW organisiert seine Tochtergesellschaften teilweise neu. So gründen die Unternehmen AEK Energie in Solothurn und onyx Energie Mittelland in Langenthal die gemeinsame Betriebsgesellschaft AEK onyx AG. Ab kommenden November würden die Tochtergesellschaften damit den Markt gemeinsam bearbeiten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.
12.08.2016 08:00

Auch die Mitarbeiter werden im neuen Unternehmen zusammengeführt. Es ergäben sich dabei strukturelle Veränderungen, die "im Einzelfall" auch personelle Auswirkungen haben können, heisst es dazu.

Mit dem Vorhaben sollen Synergien genutzt werden, zudem wird eine effizientere Kostenstruktur angestrebt. Gleichzeitig erhofft sich die BKW eine Stärkung der Standorte in der Region Solothurn und im Oberaargau angesichts des anspruchsvollen Umfelds. Die neue Betriebsgesellschaft soll zudem von der Dienstleistungspalette des Konzerns und dem Gesamtangebot des Firmennetzwerks profitieren. Die beiden Marken würden jedoch weitergeführt.

BKW-CONTRACTING WIRD IN AEK KONZENTRIERT

Zudem wird das Contracting-Geschäft der BKW in die AEK onyx AG integriert. AEK habe in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Contracting-Geschäft aufgebaut, was zu einem schweizweit tätigen Kompetenzzentrum ausgebaut werden soll. Contracting umfasst die Planung, Finanzierung und Realisierung sowie Betrieb und Unterhalt von Wärme-, Wärmeverbund- oder Fernwärmeprojekten sowie Biomasse- und Fotovoltaik-Anlagen.

Die Detailausgestaltung der neuen Betriebsgesellschaft soll in den kommenden Wochen zusammen mit den Mitarbeitern ausgearbeitet werden. CEO von AEK onyx wird Walter Wirth, der bisherige Direktor der AEK. Die weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung setzen sich den Angaben nach zusammen aus Thomas Huber, Michel Gasche, Martin Bucher und Bruno Jordi.

Der Verwaltungsrat setzt sich aus Vertretern der BKW zusammen und wird durch einen Beirat ergänzt. Der Beirat, unter der Leitung des Solothurner Ständerats Pirmin Bischof, soll mit unabhängigen Vertretern aus den jeweiligen Regionen die regionale Verankerung stärken.

BKW hatte Ende April 2016 die Beteiligung an AEK ausgebaut - unter anderem 38,7% von Alpiq - und hält seither über 93%.

Des weiteren wird der Sitz der BKW-Tochtergesellschaft Arnold verlagert. Seit längerem plane das Netzdienstleistungsunternehmen für seine wachsenden Bedürfnisse den Werkhof zu vergrössern, heisst es von BKW weiter. Aus diesem Grund sollen die rund 140 Arbeitsplätze von Wangen a.d. Aare an den Standort in Luterbach verlegt werden.

ys/uh

(AWP)