Blackrock-Chef Fink: Börsenfusion nach Brexit-Votum noch wichtiger

Blackrock-Chef Larry Fink stellt sich ausdrücklich hinter die Pläne zur Börsenfusion Frankfurt-London als Schritt zur Stärkung der Kapitalmärkte in Europa. "Die Deutsche Börse hat mit dem beabsichtigten Zusammenschluss mit der LSE einen wichtigen Schritt in Richtung gesünderer Märkte gemacht", sagte der Gründer und Chef des weltgrössten Vermögensverwalters beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse am Montagabend in der Zentrale des Dax -Konzerns in Eschborn vor den Toren Frankfurts. "Der Brexit macht die Beibehaltung der Beziehungen zu London sogar noch wichtiger." Die weiterentwickelten Kapitalmärkte auf der Insel seien "essenziell für das neue Europa".
16.01.2017 19:57

Aus Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) soll ein europäischer Börsenriese geschmiedet werden. Noch steht die Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter und der hessischen Börsenaufsicht aus. Als Sitz der Dachgesellschaft ist London vereinbart, was am Finanzplatz Frankfurt für viel Kritik sorgt - erst Recht, nachdem sich die Briten für den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union ausgesprochen haben (Brexit).

"Die Skeptiker sollten in Betracht ziehen, dass es einen Bedarf an stärkeren Kapitalmärkten in Europa gibt", sagte Fink. Eine fusionierte Börse könnte den Zugang zu Kapital auf dem Kontinent erleichtern. Blackrock ist nach eigenen Angaben mit einem Anteil von aktuell 5,74 Prozent grösster Einzelaktionär der Deutschen Börse./ben/DP/he

(AWP)