BLKB verdient 2016 operativ etwas weniger - Dividende unverändert

(Meldung durchgehend ergänzt) - Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im Geschäftsjahr 2016 bei leicht rückläufigen Erträgen operativ etwas weniger verdient. Die Bank erzielte zwar im Zinsengeschäft höhere Erträge, was aber den Rückgang im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nicht ausgleichen konnte. Gleichzeitig stieg der Aufwand wegen weiterer Investitionen in die Digitalisierung an. Der Reingewinn verbesserte sich dank einer geringeren Reservenbildung leicht.
24.02.2017 08:52

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung lag mit 183,4 Mio CHF allerdings um 4,1% unter dem Vorjahreswert, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Unter dem Strich weist die BLKB einen um 2,4% höheren Jahresgewinn von 133,6 Mio CHF aus. Die Zertifikatsinhaber erhalten eine unveränderte Dividende von 35 CHF pro Papier.

WACHSTUM IM ZINSENGESCHÄFT

Insgesamt verzeichnete der Geschäftsertrag einen Rückgang um 0,9% auf 368,3 Mio CHF. Für die wichtigste Komponente, das Zinsengeschäft, resultierte dabei ein Anstieg des Nettoertrags um 1,1% auf 285,0 Mio CHF. Neben dem weiteren Wachstum im Hypothekargeschäft trug dazu auch eine "weitere disziplinierte langfristige Bilanzmanagement-Strategie" bei, wie die BLKB schreibt.

Dagegen musste BLKB wie zahlreiche andere Banken auch einen klaren Ertragsrückgang im Wertschriften- und Anlagegeschäft hinnehmen, was zu einem deutlichen Rückgang des Kommissions- und Dienstleistungserfolgs (-7,8% auf 57,4 Mio CHF) führte. Auch im Handelsgeschäft verdiente die Kantonalbank mit 17,6 Mio CHF (-3,7%) weniger.

INVESTITIONEN IN DIGITALISIERUNG

Der Geschäftsaufwand nahm derweil um 3,0% auf 162,2 Mio CHF zu. Ein Ausbau der Vollzeitstellen um 18 auf 657 Stellen führte zu einem Anstieg des Personalaufwands (+2,6%). Noch deutlicher nahm der Sachaufwand (+3,6%) zu. Die Bank nennt als Grund vor allem Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur und in die digitale Weiterentwicklung. So hatte sie im vergangenen Jahr nicht nur den Online-Auftritt modernisiert, sondern auch mehrere Partnerschaften mit "Fintech"-Unternehmen wie TrueWealth und Advanon aufgegleist.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf 44,0% (42,4%). Der Wert liege aber weiterhin im Zielkorridor von 40 bis 50%, schreibt die BLKB.

WACHSENDE E-HYPOTHEKEN

Die Bilanzsumme der Kantonalbank lag per Ende des Jahres mit 23,7 Mrd CHF um 2,2% über dem Vorjahreswert. bei den Hypothekarforderungen resultierte ein Anstieg von 2,9% auf 17,6 Mrd CHF. Erneut trugen zum Wachstum auch die in Zusammenarbeit mit der Online-Bank Swissquote schweizweit angebotenen E-Hypotheken bei, die um 21% auf 862 Mio CHF anstiegen.

Zudem konnte die BLKB weitere Gelder anziehen, insgesamt resultierte ein Netto-Neugeldzufluss in Höhe von 554 Mio CHF (VJ 236 Mio). Dabei sei die Weissgeldstrategie weiter konsequent umgesetzt worden, betont die Bank. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 1,9% auf 15,7 Mrd CHF. Damit wurde das Ausleihungsgeschäft mit 83% durch Kundengelder refinanziert.

ZURÜCKHALTUNG FÜR 2017

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 gibt sich die BLKB in ihrer Mitteilung zurückhaltend, sie erwartet ein "Ergebnis unter dem Vorjahr". In der Schweiz gehe sie von einem stabilen Umfeld aus. Die Spannungen im Euro-Raum seien "aufgeschoben, aber nicht aufgehoben", und könnten jederzeit für Volatilität sorgen, was auch für die schwer voraussehbare Entwicklung in den USA gelte.

Wie die Bank weiter schreibt, ist Finanzchef Herbert Kumbartzki zum stellvertretenden Präsidenten der Geschäftsleitung ernannt worden. Wie seit längerem bekannt, tritt der langjährige CEO Beat Oberlin auf die Generalversammlung im April 2017 ab. Zu seinem Nachfolger ist John Häfelfinger ernannt worden.

tp/gab

(AWP)