Bluttest-Firma Theranos kündigt 41 Prozent seiner Mitarbeiter

Die Kündigungswelle beim einst als grosse Hoffnung im US-Gesundheitssektor gefeierten Bluttest-Startup Theranos geht weiter. Die Firma der ehemaligen Starunternehmerin Elizabeth Holmes teilte am Freitag mit, weitere 155 Stellen zu streichen. Das entspricht etwa 41 Prozent der Belegschaft. Das nach der Einstellung des Kerngeschäfts mit eigenen Laboren massiv geschrumpfte Unternehmen soll künftig mit nur noch 220 Mitarbeitern auskommen. 340 Stellen hatte Theranos bereits im Oktober gestrichen. Das verbleibende Team soll nun das neue Bluttest-Gerät "miniLab" entwickeln.
06.01.2017 21:52

Holmes war mit ihrem von Investoren zwischenzeitlich mit über neun Milliarden Dollar bewerteten Startup eine Zeit lang ein umjubelter Star des Silicon Valleys. Theranos versprach, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren. Dann warf eine Serie von Enthüllungsberichten im "Wall Street Journal" jedoch erhebliche Zweifel an der Technologie auf und stiess die Firma in eine tiefe Krise. Theranos wehrt sich zwar gegen die Vorwürfe. Doch Ermittlungen der US-Behörden liessen das Unternehmen weiter abstürzen. Nun soll mit "miniLab" ein Neustart versucht werden./hbr/DP/he

(AWP)