BMW muss sparen - Extras aus dem Angebot gestrichen

BMW investiert Milliarden in seine Elektroautos, verdient damit aber noch wenig Geld und muss deshalb an anderer Stelle kräftig sparen. Finanzvorstand Nicolas Peter sagte am Mittwoch in München, der Konzern wolle in diesem Jahr 100 000 E-Autos und Plug-in-Hybride verkaufen. Damit sei BMW zwar profitabel, jedoch weniger als mit Benzin- und Dieselautos: "Die Profitabilität ist eine Herausforderung", sagte Peter.
28.06.2017 15:26

Zugleich steigen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kräftig. Von 5,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sollen sie auf annähernd 6 Milliarden im laufenden Jahr und in den zwei nächsten Jahren steigen. Zentrales Thema sei die Elektrifizierung, sagte Peter. Um den angepeilten Gewinnanteil von 8 bis 10 Prozent vom Umsatz zu halten, müsse BMW bei der Vielfalt sparen. "Wir haben zum Beispiel über 100 Lenkräder im Angebot", sagte der Finanzchef. Was nur von wenigen Kunden nachgefragt werde, "das muss zusammengestrichen werden".

Die Elektroautos würden mit wachsenden Stückzahlen auch profitabler werden. Aber ob ihr Verkaufsanteil im Jahr 2025 bei 10 oder 25 Prozent liegen werde, "das weiss keiner", sagte Peter. Deshalb müsse BMW sehr flexibel sein und weiterhin auch in die Verbesserung der Benzin- und Dieselmotoren investieren. In Europa und in den USA seien Verbrennungsmotoren auf absehbare Zeit unverzichtbar. Zur notwendigen Flexibilität gehöre auch, dass jedes BMW-Werk Diesel-, Benzin- und Elektromotoren in die Autos einbauen könne./rol/DP/jha

(AWP)