BMW will Gewinnmarge auch mit Elektroautos halten

BMW will mit Elektroautos ähnlich profitabel bleiben wie mit Diesel- und Benzinfahrzeugen. "Elektrofahrzeuge sind aktuell nicht so profitabel wie Verbrennerfahrzeuge. Aber das wird sich ändern", sagte Vorstandschef Harald Krüger am Dienstag auf der IAA in Frankfurt: "Wir werden bei der Technologie und bei den Kosten besser." Ab 2020 dürften sich die Gewinnmargen deutlich annähern. BMW stehe klar zu dem Ziel, die Gewinnmarge weiterhin bei 8 bis 10 Prozent vom Umsatz zu halten, sagte Krüger.
12.09.2017 11:45

Der bayerische Autobauer werde künftig alle Modellreihen in jedem Werk mit jedem Motor bauen und damit flexibel auf die Nachfrage reagieren können. Das sichere die Beschäftigung in den Montagewerken und drücke die Kosten. Das elektrische viertürige BMW i-Vision-Coupé, das der Konzern auf der IAA präsentierte, werde in Serie gehen. Aber das sei nur ein Auto - "wir können viele". Mit dem elektrischen Baukasten könne BMW nun sehr rasch Elektroautos auf den Markt bringen.

Von einem Verbot von Verbrennungsmotoren halte er gar nichts, sagte Krüger: "Wenn die Infrastruktur nicht da ist, wird der Kunde kein Elektroauto kaufen." Hier sei die Politik am Zug. Für die Klimaziele 2020 sei der Diesel unverzichtbar und klar notwendig, betonte der BMW-Chef. "Der Dieselrückgang in Deutschland ist spürbar, das liegt an der politischen Diskussion." Im ersten Halbjahr sei die Nachfrage in Deutschland von 66 auf 61 Prozent gesunken, in Europa von 74 auf 69 Prozent, aber weltweit bei etwa 35 Prozent fast stabil geblieben./rol/DP/tos

(AWP)