BMW zum Jahresschluss erneut von Kosten für neue Modelle belastet

Der Autobauer BMW ist zum Jahresschluss erneut von den Investitionen in neue Modelle belastet worden. Die vielbeachtete Gewinnmarge im Autobereich des Dax-Konzerns sank im vierten Quartal auf 8,3 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Das Management hatte bereits nach den Zahlen zum dritten Quartal angedeutet, dass die Umrüstung der Fertigungslinien für den Produktionsstart neuer Automodelle auch um den Jahreswechsel viel Geld kosten könnte.
09.03.2017 11:11

BMW führt im laufenden Jahr eine Reihe neuer Modelle ein - im vergangenen Jahr hatten die Münchener den Spitzenplatz bei den Premiumherstellern an Daimler abgeben müssen. Im Gesamtjahr sank die Rendite im Kerngeschäft um 0,3 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent - BMW muss hier seit einigen Jahren eine sinkende Gewinnmarge hinnehmen. Der Aktienkurs gab nach den Zahlen um 3,6 Prozent nach.

Die Dividende will BMW aber dennoch unerwartet kräftig um 30 Cent auf 3,50 Euro je Aktie erhöhen, denn trotz Absatzschwierigkeiten in den USA liefen die Verkäufe ansonsten blendend und das Finanzierungsgeschäft legt weiter zu. Der Absatz war inklusive der Kleinwagenmarke Mini wie bereits bekannt um gut 5 Prozent auf 2,4 Millionen Autos geklettert - vor allem dank Europa und China.

Der Umsatz auf Konzernebene stieg 2016 um 2,2 Prozent auf 94,2 Milliarden Euro, der Gewinn um 8 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) ging wegen der Kosten für die neuen Modelle um 2,2 Prozent auf 9,39 Milliarden Euro zurück. Dieses Jahr will BMW die Auslieferungen an die Kunden weiter steigern, zur Marge machte der Konzern noch keine Aussagen./men/jha/

(AWP)