BNP Paribas schneidet besser ab als erwartet

Die französische Grossbank BNP Paribas hat die Flaute an den Kapitalmärkten im zweiten Quartal besser als erwartet überstanden. Zwar fiel der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf knapp 2,40 Milliarden Euro. Damit übertraf das Geldhaus aber die Schätzungen der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten, die von 1,91 Milliarden Euro ausgegangen waren. Sondereffekte ausgeklammert, so rechnete die Bank am Freitag in Paris vor, sei der Gewinn sogar um 17 Prozent gestiegen.
28.07.2017 07:40

BNP dürfte mit dem Quartal ihren Ruf als eine der momentan erfolgreichsten Banken in Europa zementieren. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hatte im zweiten Quartal nur ein Fünftel so viel verdient.

Die Franzosen profitierten von ihrer breiten Aufstellung, auch regional. So besitzt das Geldhaus ein starkes Privatkundengeschäft in vielen europäischen Ländern und in den USA. In der Firmenkunden- und Kapitalmarktsparte sprach die Bank sogar von einem "sehr guten Quartal" mit steigenden Erträgen. Allerdings ging auch an der BNP Paribas die geringe Aktivität an den internationalen Kapitalmärkten nicht spurlos vorbei: Der Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen brach um 16 Prozent ein.

Einen Rückgang der Gesamterträge um 3 Prozent auf 10,94 Milliarden Euro erklärte das Geldhaus mit dem Verkaufserlös für Anteile an der Kreditkartenfirma Visa Europe im Vorjahreszeitraum sowie mit Bewertungsanpassungen./das/stb

(AWP)