Bosch stellt milliardenschwere Pläne zum Bau einer Chip-Fabrik vor

Der Technologiekonzern Bosch will mit einer Grossinvestition seine Produktion von Chips für die Industrie hochfahren. Dem Vernehmen nach will der Konzern rund eine Milliarde Euro in eine neue Fabrik in Dresden investieren, die bis Ende 2019 gebaut werden soll. Entsprechende Pläne will der zuständige Geschäftsführer Dirk Hoheisel am Montag im Bundeswirtschaftsministerium vorstellen. Mit dabei sind Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Sie dürften sich zu der staatlichen Förderung äussern, die das Vorhaben erhält.
19.06.2017 06:36

Der Bau der Mikroelektronik-Fabrik wäre die grösste Investition in der Bosch-Firmengeschichte. Grösster Posten war bisher eine andere, für rund 600 Millionen Euro gebaute Chip-Fabrik in Reutlingen bei Stuttgart, die 2010 eröffnet wurde. Die dort hergestellten Halbleiter basieren auf einer anderen Technologie.

Die neue, in Dresden angewandte Technik soll die Stückkosten senken und Boschs Chip-Kapazitäten deutlich in die Höhe schrauben. Die Elektronik soll unter anderem in Elektroautos und Industrieanlagen zum Einsatz kommen. Die Chip-Branche ist bisher asiatisch dominiert./wdw/DP/zb

(AWP)