Britischer Notenbankchef verlängert Amtszeit um ein Jahr

LONDON (awp international) - In Reaktion auf das Brexit-Votum will der Gouverneur der Bank of England (BoE) ein Jahr länger als bislang geplant im Amt bleiben. Er wolle aufgrund des anstehenden Austritts Grossbritanniens aus der Europäischen Union noch bis Juni 2019 bei der Notenbank bleiben, schrieb Mark Carney in einem am Montag veröffentlichten Brief an den britischen Finanzminister Philip Hammond. Bislang war eine Amtszeit bis 2018 vorgesehen gewesen. Er wolle durch die Verlängerung dabei helfen, "einen geordneten Übergang in das neue Verhältnis des Landes zur Europäischen Union" sicherzustellen, so Carney. Das britische Pfund gewann nach der Bekanntgabe an Wert.
31.10.2016 19:31

Mit der Entscheidung hat Carney einerseits seine Amtszeit verlängert, andererseits aber auch Spekulationen an den Finanzmärkten beendet, wonach er sogar bis zum Jahr 2021 im Amt bleiben könne. Carney war vor dem Brexit-Votum vom Juni in die Kritik geraten. Brexit-Befürworter warfen ihm vor, Partei gegen den Brexit ergriffen zu haben und dadurch seine Kompetenzen als Notenbanker überschritten zu haben./tos/mis

(AWP)