British-Airways-Mutter IAG macht trotz Brexit mehr Gewinn - Aktienrückkauf

Die British-Airways-Mutter IAG hat ein turbulentes Jahr 2016 mit mehr Gewinn abgeschlossen. Nach dem Brexit-Votum im Sommer hatte der Konzern gleich mehrfach seine Gewinnprognose gesenkt. Wie die International Airlines Group (IAG) am Freitag nun mitteilte, belief sich der bereinigte operative Gewinn im Gesamtjahr auf 2,54 Milliarden Euro. Dies war 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr und etwas besser als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der Umsatz bei Europas zweitgrösster Airline sank um 1,3 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro.
24.02.2017 09:05

Die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union hatte die Pläne der gemeinsamen Muttergesellschaft der Fluglinien British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus durchkreuzt. Der Ticketverkauf schwächte sich ab, zudem belastete der Absturz, des britischen Pfunds, denn der Konzern bilanziert in Euro. In der ersten Jahreshälfte hatten zudem Terrorängste auf der Nachfrage gelastet. Für Erleichterung sorgten hingegen die niedrigeren Kerosinpreise. Auch behielt der Konzern seine Ausgaben im Auge.

Nach Steuern verdiente IAG 1,95 Milliarden Euro, was einem Anstieg von knapp 29 Prozent entspricht. Die Aktionäre erhalten für das Gesamtjahr eine um mehr als 17 Prozent höhere Dividende von 23,5 Euro je Aktie. Zudem kündigte der Konzern an, eigene Aktien im Wert von einer halben Milliarde Euro zurück zukaufen. Auf Basis heutiger Treibstoffpreise und Währungskurse dürfte der operative Gewinn im laufenden Jahr weiter steigen./she/jha/stb

(AWP)