BSI legt Gerichtsstreit mit ehemaligem Asienchef bei

Zürich (awp) - Eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Tessiner Bank BSI und ihrem früheren Asienchef Hanspeter Brunner in Singapur wegen nicht ausbezahlter Boni ist beigelegt. Brunner hat seine Klage zurückgezogen, erklärte ein BSI-Sprecher auf Freitag gegenüber AWP und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Einzelheiten der Einigung wurden indes nicht veröffentlicht.
19.08.2016 15:23

In seiner am 4. Juli eingereichten Klage hatte Brunner geltend gemacht, dass die BSI Bonusvereinbarungen und die Trennungsvereinbarungen mit ihm nicht eingehalten habe. Dabei war es um mehrere 100'000 USD gegangen. Brunner war im März 2016 von seinem Posten als BSI-Asienchef zurückgetreten, nachdem die Vorwürfe wegen der Verwicklung der BSI Singapur in die Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB immer lauter geworden waren. Zudem wurden im südostasiatischen Stadtstaat Strafuntersuchungen gegen sechs ehemalige BSI-Banker eingeleitet, darunter auch gegen Brunner selbst.

Die BSI, die von der Konkurrentin EFG International übernommen wird, war Ende Mai wegen der Geschäfte mit der 1MDB von den Aufsichtsbehörden in der Schweiz und Singapur sanktioniert worden. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hatte die Auflösung der Bank verfügt und "unrechtmässig erzielte Gewinne" von 95 Mio CHF eingezogen. In Singapur hatte die dortige Finanzmarktaufsicht MAS der BSI die Lizenz erzogen.

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(AWP)