Bucher-CEO sieht Stabilisierung - Kuhn Group erhält mehr Aufträge

Die Industriegruppe Bucher zeigt sich mit dem aktuellen Geschäftsgang insgesamt zufrieden. In der grössten Sparte Kuhn Group haben sich die Zeichen der Stabilisierung jüngst bestätigt, wie Jacques Sanche, CEO des Landmaschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbauers, in einem Interview mit AWP erklärte. Und auch in drei der vier weiteren Divisionen läuft das Geschäft gemäss dem CEO gut. Kaum etwas Konkretes lässt Sanche im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung der Wettbewerbskommission (Weko) wegen des Verdachts auf Wettbewerbsabsprachen verlauten.
22.05.2017 13:21

"Ja, der Auftragseingang ist sicher besser als im vergangenen Jahr", sagte Sanche auf die Frage, ob sich Zeichen einer Stabilisierung in der wichtigsten Sparte Kuhn Group jüngst bestätigt hätten. "Wir sehen eine klare Erholung. Der Milchpreis ist auf einem 'normalen' Niveau wieder stabil, was die Zuversicht der Landwirte und damit auch deren Bestellungen erhöht. So haben auch die Lagerbestände unserer Händler wieder abgenommen, was ebenfalls ein gutes Zeichen ist."

Positiv eingestellt zeigte er sich mit Blick auf die Kuhn Group insbesondere auch für die wichtigste Konzernregion Europa. Insgesamt geht er davon aus, dass das zweite Semester besser ausfallen sollte als dasjenige des Vorjahres.

Der Umbau in der Sparte Municipal verläuft gemäss Sanche nach Plan und wird im zweiten Semester 2017 abgeschlossen sein. Hier spricht der Bucher-Chef von einem guten Auftragseingang.

Und auch die Aktivitäten in den Divisionen Hydraulics und Emhart Glass sind offenbar erfreulich. "Die Zahlen zum ersten Quartal haben gezeigt, dass sich Hydraulics gut entwickelt. Wir sehen etwa eine Belebung im Bereich der Baumaschinen oder im Agrarsektor. Bis auf einige kleinere rückläufige Segmente sind wir für Hydraulics sehr zuversichtlich. Auch Bucher Emhart Glass verzeichnet einen guten Geschäftsgang und die Aussichten für das zweite Semester sind ebenfalls positiv."

Etwas zugeknöpfter zeigt er sich zum Thema Weko. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne er dazu nichts sagen. Sanche bekräftigte aber den Willen zur Kooperation mit der Weko und zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts.

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst von AWP erschienen)

cf/rw

(AWP)