Bucher verzeichnet 2016 deutlich weniger Gewinn und kürzt Dividende

Der Industriekonzern Bucher Industries hat im Geschäftsjahr 2016 wie angekündigt einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der EBIT sank im Vergleich zum Vorjahr um gut 18% auf 169 Mio CHF und die entsprechende Marge um 120 Basispunkte auf 7,1%. Die Hauptgründe für den Margenrückgang seien die Abnahme des Umsatzes bei den Landmaschinen sowie Einmalkosten bei den Kommunalfahrzeugen, teilte der Landmaschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbauer am Dienstag mit.
07.03.2017 07:25

Der Reingewinn reduzierte sich um gut 15% auf 118,4 Mio, entsprechend soll auch die Dividende um 50 Rappen auf 5 CHF gekürzt werden. Insgesamt sei das Geschäftsjahr geprägt gewesen von der seit Jahren längsten und härtesten globalen Krise im Markt Landtechnik. Und der seit 2014 andauernde weltweite Rückgang habe sich fortgesetzt. Bei den Kommunalfahrzeugen hätten zudem im europäischen Markt grössere Ausschreibungen weitgehend gefehlt.

Damit hat Bucher die Erwartungen der Analysten zumindest mit dem Betriebsergebnis verpasst. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 173,1 Mio CHF und für den Reingewinn nach Minderheiten bei 117,9 Mio. Für diesen wies das Unternehmen einen Wert von 118,7 Mio aus.

Bereits im Januar hatte die Gruppe den Umsatz gemeldet. Dieser sank 2016 um 4,4% auf 2,38 Mrd CHF. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich ein Minus von 6,7%. Verantwortlich für den klaren Rückgang war vor allem die grösste Sparte Landmaschinen (Kuhn Group). Der Auftragseingang ging um 2,2% auf 2,39 Mrd zurück, bereinigt um 4,0%. Der Auftragsbestand lag hingegen per Ende Jahr mit 728 Mio CHF um 5,7% über dem Wert von Ende 2015.

Weiter bestätigt das Unternehmen den Ausblick vom vergangenen Februar. Demnach wird für das laufende Geschäftsjahr 2017 mit einer leichten Umsatzsteigerung und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge gerechnet. Insgesamt sei weiterhin mit ökonomischen Unsicherheiten zu rechnen. Die Kuhn Group gehe von tiefen, aber stabilen Preisen für Ackerbauerzeugnisse aus. Ansteigende Milchpreise könnten zudem die Nachfrage in der Fütterungstechnik leicht beleben.

cf/rw

(AWP)