Burkhalter erzielt im Halbjahr etwas mehr Umsatz aber weniger Gewinn

Der Elektroinstallateur Burkhalter hat im ersten Semester 2017 etwas mehr Umsatz erzielt. Wegen der praktisch abgeschlossenen Arbeiten am Gotthard-Basistunnel und dem damit verbundenen Rückgang des Ergebnisbeitrags aus dem Joint Venture mit Alpiq liegen die Gewinnzahlen aber unter dem Vorjahr. Entsprechend prognostiziert das Unternehmen auch für das Gesamtjahr einen rückläufigen Gewinn je Aktie.
18.09.2017 08:00

Der Umsatz erhöhte sich um 1,3% auf 247,6 Mio CHF. Der EBIT ging dagegen um 6,3% auf 18,5 Mio zurück und die entsprechende Marge um 60 Basispunkte auf 7,5%. Hierfür macht Burkhalter den geringeren Ertrag aus der Alpiq Burkhalter Technik AG im Zusammenhang mit den beinahe abgeschlossenen Arbeiten im Gotthard-Basistunnel verantwortlich. Ohne diesen Effekt aus diesem 50%-Joint Venture mit der Alpiq Intec AG, hätte der EBIT um 2,7% zugelegt.

Das Konzernergebnis verminderte sich um 8,3% auf 14,8 Mio CHF, woraus sich ein Gewinn je Aktie von 2,47 CHF ergab (VJ 2,70). Der Ertrag aus dem Joint Venture belief sich dabei auf noch 1,3 Mio CHF, während es im Vorjahr noch 3,0 Mio waren.

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der ZKB in etwa erfüllt, diejenigen von Research Partners jedoch nicht ganz. Die ZKB rechnete mit einem Umsatz von 245,6 Mio, einem EBIT von 18,4 Mio und einem Reingewinn von 15,1 Mio CHF. Etwas optimistischer zeigte sich Research Partners, das Institut prognostizierte Werte von 249,3 Mio, 20,7 Mio und 17,0 Mio für den Reingewinn.

AKQUISITIONEN BLEIBEN AUF DER TRAKTANDENLISTE

Per Akquisition ist im Januar 2017 die Bieri Elektrotechnik AG in Uetendorf zu Burkhalter gestossen, das Unternehmen baut Schaltgerätekombinationen. Per Ende Juni zählten somit 45 selbständige Elektroinstallations-Firmen an schweizweit 99 Standorten zur Gruppe. Die Bieri Elektrotechnik AG ist seit dem Börsengang im Juni 2008 die 19. Akquisition von Burkhalter.

Anorganisches Wachstum durch Übernahmen bleibe weiterhin ein strategisches Ziel, heisst es dazu. Man halte laufend Ausschau nach guten Firmen und stehe immer wieder in Verhandlungen. Da aber gewinnorientiert vorgegangen werde und Akquisitionen "sehr gezielt und nur zu angemessenen Preisen" getätigt würden, sei nicht vorherzusagen, wann es zum nächsten Kaufabschluss komme.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 zeigt sich das Unternehmen etwas konkreter als noch im Frühjahr. Wegen des Rückgangs der Erträge aus der Alpiq Burkhalter Technik AG sei davon auszugehen, dass der Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 sinke, heisst es. Insgesamt sei im zweiten Semester mit einer ähnlichen Entwicklung wie im ersten Halbjahr zu rechnen. Im April lautete die Prognose, es werde nochmals eine leichte Verbesserung im operativen Geschäft erwartet. Ob damit aber der Gewinn pro Aktie weiter gesteigert werden könne, hänge von der Entwicklung der Alpiq Burkhalter Technik AG ab.

cf/rw

(AWP)