Busch-Gruppe bläst Übernahmeversuch von Pfeiffer Vacuum ab

Die Busch-Gruppe hat den geplanten Kauf des Spezialpumpenherstellers Pfeiffer Vacuum abgeblasen. Das öffentliche Übernahmeangebot an die Pfeiffer-Aktionäre von 96,20 Euro je Aktie werde nicht aufrechterhalten, wie Busch am Dienstag in Maulburg mitteilte.
14.03.2017 18:16

Das Angebot zum Erwerb einer Kontrollmehrheit von Pfeiffer sei somit beendet. Die bereits angedienten Papiere sollen an die Aktionäre zurückgebucht werden. Die Aktien von Pfeiffer reagierten nachbörslich negativ auf das Ende des Übernahmepokers: Für die Titel ging es auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Schlusskurs im Xetra-Handel gut drei Prozent nach unten.

Der Branchenrivale Busch hatte beim Vorstand von Pfeiffer mit seiner Offerte auf Granit gebissen: Vorstand und Aufsichtsrat hatten Ende Februar den Aktionären empfohlen, das Gebot auszuschlagen. Die Offerte spiegele das Wertpotenzial von Pfeiffer nicht wider, ausserdem gebe es bislang kein strategisches Konzept zur Zusammenarbeit, hatte es als Begründung geheissen.

Die familiengeführte Busch-Gruppe hatte Mitte Februar ihren Hut in den Ring geworfen, den Erfolg aber nicht von einer bestimmten Annahmeschwelle abhängig gemacht. Ende Februar hatte Busch nach eigenen Angaben mehr als 30 Prozent der Stimmrechte eingesammelt. Pfeiffer beraumte daraufhin für Anfang April eine ausserordentliche Hauptversammlung an./fbr/edh

(AWP)