BVB macht Rekordumsatz - Noch kein Transfer von Dembélé

Fussballbundesligist Borussia Dortmund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz erzielt. Den Supertransfer in Sachen Ousmane Dembélé zum FC Barcelona konnte der BVB aber noch nicht vermelden. "Der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Bilanzvorstellung der börsennotierten Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA am Freitag in Dortmund.
25.08.2017 14:20

Wirtschaftlich will Borussia Dortmund weiter wachsen. "Wir haben unsere Umsatzschallmauer von 400 Millionen Euro durchbrochen. Das zeigt, dass der BVB auf einem starken Wachstumskurs ist", betonte Watzke. Auch international hält er den Fussball unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch lange nicht am Ende. "Es gibt keine Blase im Profifussball aktuell."

Zielsetzung der laufenden Saison sind das Überstehen der Gruppenphase in der Champions League nach den schweren Losen mit Real Madrid, Tottenham Hotspur und Apoel Nikosia sowie die erneute Qualifikation für den höchsten internationalen Wettbewerb. "Ich bin sicher, dass wir eine Mannschaft mit sehr viel Perspektiven haben", sagte Watzke. Das brauche aber Geduld.

Am Umsatz von 405,7 Millionen Euro und dem Gewinn von 8,2 Millionen Euro waren beim Bundesliga-Dritten vor allem die TV-Vermarktung mit 125,8 Millionen Euro (plus 43,2 Millionen), Werbung mit 87,4 Millionen Euro (plus 2,7 Millionen) und Transfergeschäfte mit 77,3 Millionen Euro (minus 17,7 Millionen) beteiligt. Das Merchandising stagniert dagegen auf hohem Niveau. Watzke hält den deutschen Markt für derzeit "gesättigt". Im Ausland könne Borussia aber noch einiges draufsatteln. China und die USA drängten derzeit auf den Markt, sagte Watzke.

Der höhere Gewinn im Vorjahr von 29,4 Millionen Euro ging unter anderem auf die höheren Transfererlöse zurück, die vor allem mit Mats Hummels und Ilkay Gündogan erzielt wurden. Einnahmen für Spieler wie Matthias Ginter, Jakub Blaszczykowski oder Henrich Mchitarjan fielen zuletzt geringer aus.

Unabhängig von der Personalie Dembélé sieht Watzke für den Finanzschulden-freien Club weitere Möglichkeiten. "Wir sind auf Wachstumskurs. Mittel- und langfristig ist noch eine Menge Luft nach oben."

Derzeit sieht Watzke den Gesamtwert des Clubs jenseits von einer Milliarde Euro, "konservativ gerechnet", wie er sagte. Wirtschaftlich wie sportlich will sich der BVB mit europäischen Topclubs messen. Im sportlichen Fünf-Jahres-Ranking der Uefa stehe der BVB weiter in den Top Ten noch vor den englischen Clubs.

Die neuesten Transferzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe wie die 222 Millionen Euro für den Brasilianer Neymar hält Watzke zwar für verrückt. Solange es keine Regulierung gebe, sei dies aber nicht das Ende der Fahnenstange./wd/DP/she

(AWP)

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