Ex-Sonova-Chef - Calida schlägt Chapero für Wahl in den Verwaltungsrat vor

Calida hat Valentin Chapero als Mitglied des Verwaltungsrats vorgeschlagen. Chapero ist Mitbegründer und Partner der Veraison Capital, welche sich im vergangenen Oktober mit 16,3 Prozent an der Calida-Gruppe beteiligte.
20.03.2017 13:30
Ein Model präsentiert Calida-Wäsche.
Ein Model präsentiert Calida-Wäsche.
Bild: ZVG

Im Gegenzug wird Marianne Telser anlässlich der Generalversammlung vom 9. Mai altershalber als Verwaltungsrätin zurücktreten. Der Verwaltungsrat sei überzeugt, dass mit Chapero einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie der Calida-Gruppe leisten kann, schreibt der Konzern in einer Mitteilung vom Montag. Als früherer Chef eines börsenkotierten Unternehmens und langjährige erfolgreiche Führungskraft verfüge Chapero über einen soliden Erfolgsausweis, heisst es. Er ist bereits in den Verwaltungsräten von Ascom sowie Goldbach Medien vertreten.

Chapero übernahm im Herbst 2002 die Geschäftsleitung des Sonova-Konzerns (ehem. Phonak). Damals schrieb der Hörgerätehersteller aus Stäfa noch rote Zahlen. Unter der Leitung des in Deutschland aufgewachsenen Spaniers ging es aber rasant aufwärts. Innert knapp neun Jahren wurde der Umsatz mehr als verdreifacht.

Mit der Wahl zum Verwaltungsrat würde Chapero als Vertreter des zweitgrössten Aktionärs Veraison Capital in das Gremium einziehen. Die Gesellschaft um Chapero und Gregor Greber, Gründer des Vermögensverwalters zCapital, übernahm im vergangenen Oktober einen Anteil von 16,3% von der Investorengruppe Micalux. Den grössten Anteil an Calida hält die Gründerfamilie Kellenberger mit 34,7%.

Calida auch 2017 im Übergang

Die Calida-Gruppe kämpft derzeit mit Kosten für Restrukturierungen. 2016 schrumpfte der Reingewinn zum dritten Mal in Folge. Insgesamt verdiente Calida im abgelaufenen Jahr 14,8 Mio CHF - rund 13% weniger als im Jahr zuvor. Auch 2017 will Calida weiter in das organische Wachstum investieren.

"Wir konzentrieren uns derzeit auf die Modernisierung und Internationalisierung der Marke Calida, die Entwicklung von Lafuma Mobilier (Gartenmöbel) sowie den Abschluss der Restrukturierung der Millet Mountain Group (Outdoorbekleidung)", sagte Konzernchef Reiner Pichler im März an seiner ersten Bilanzmedienkonferenz.

Die Calida Gruppe beschäftigt rund 2'900 Mitarbeitern und ist in mehr als 20 Ländern vertreten. In der Schweiz und in Deutschland betreibt sie über 120 Calida-Läden.

An der Börse kommt die Meldung gut an: Die Calida-Aktien tendieren in einem insgesamt leicht schwächeren Gesamtmarkt am frühen Nachmittag mit 2,6% auf 37,35 CHF im Plus.

(AWP)