2017 als Übergangsjahr - Calida steckt einiges in Restrukturierung

Calida hat im Geschäftsjahr 2016 einiges in die Restrukturierung des Konzerns gesteckt. Zudem habe man sich auf die Entwicklung des Mehrmarkenportfolios und die verstärkte Digitalisierung des Geschäfts konzentriert.
03.03.2017 08:02
Die Calida Gruppe ist ein international tätiges Wäscheunternehmen mit Sitz in Sursee.
Die Calida Gruppe ist ein international tätiges Wäscheunternehmen mit Sitz in Sursee.
Bild: Screenshot

 Auch das kommende Jahr werde im Zeichen des Fokuswechsels stehen. Während der Umsatz um 3,3% auf 370,9 Mio CHF stieg, lag das operative Betriebsergebnis (EBIT) mit 18,3 Mio um deutliche 15% unter dem Vorjahreswert. Auch unterm Strich verblieb Calida in der Berichtsperiode ein um 13% tieferer Reingewinn von 14,8 Mio - bzw. 13,9 Mio nach Minderheiten, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Mit den Zahlen wurden die jedoch Erwartungen der Analysten von ZKB und Vontobel übertroffen.

Calida verweist auf die angekündigten Restrukturierungskosten bei der Millet Mountain Group in Höhe von 4,0 Mio CHF im Zuge des Fokuswechsels. Zudem seien gezielte Investitionen in die Marken Calida und Aubade getätigt worden. Der Generalversammlung wird dennoch eine unveränderte Dividende von 0,80 CHF je Aktie vorgeschlagen.

Alle Marken ausser Oxbow mit Umsatzplus

Bei den einzelnen Marken der Gruppe legten alle bis auf die Surf- und Lifestyle-Marke Oxbow zu. Hier kam es zu einem Umsatzrückgang um 3,5% auf 25,3 Mio EUR. Dennoch sei der Gewinnbeitrag dank Kostenmanagement und verstärktem Blick auf die Margen gestiegen.

Die umsatzstärkste Marke Calida legte beim Nettoerlös um 1,9% auf 130,6 Mio CHF zu. Trotz Investitionen in die Modernisierung sowie in das Marketing sei auch der operative Gewinnbeitrag verbessert worden.

Auch mit Luxuslingerie setzte die Gruppe immerhin etwas mehr um - der Umsatz von Aubade stieg um 0,2% auf 53,5 Mio EUR. Auch bei Aubade wurde investiert und zusammen mit dem französischen Modedesigner Christian Lacroix eine Lingerie-Serie kreiert.

Die Millet Mountain Group mit den Marken Millet, Eider und Lafuma steigerte den Umsatz um 2,9% auf 102,3 Mio EUR. Dies sei insbesondere der stark verbesserten operativen Effizienz zu verdanken, heisst es. Nicht zuletzt setzte die Outdoormöbelsparte mit 38,4 Mio EUR deutliche 8,7% mehr um.

Vereinfacht Führungsstruktur - 2017 wird Übergangsjahr

Im Zuge des Fokuswechsels und der jüngsten Übernahme von Reich Online werde zudem die operative Führungsstruktur vereinfacht, heisst es. Neu wird ein Executive Board mit den divisionsübergreifenden Funktionen eingeführt. Dieses besteht aus CEO Reiner Pichler, CFO Thomas Stöcklin, COO Daniel Gemperle und Personalchefin Manuela Ottiger. Die erweiterte Gruppenleitung besteht künftig aus dem Executive Board sowie sämtlichen General Managern der Divisionen, die neu mit Karin Stäbler eine Leiterin der Division Online Services erhält.

Beim Ausblick auf 2017 hält sich Calida recht bedeckt. Das laufende Jahr werde ein Übergangsjahr mit zusätzlichen Investitionen in das organische Wachstum sein, heisst es hierzu. Es könne aber trotz der weiterhin herausfordernden Entwicklung im europäischen Einzelhandel mit einer stabilen Entwicklung der Gruppe gerechnet werden.

(AWP)