Cassiopea 2016 mit Verlust von 9,5 Mio EUR - Update zu Pipeline

(Ergänzt um Details zur Pipeline) - Cassiopea hat im vergangenen Jahr einen höheren Verlust erlitten. Umsätze generiert das Unternehmen noch nicht, da sich alle Produkte noch in der Entwicklungsphase befinden. Das Minus beziffert das auf Dermatologieprodukte spezialisierte Pharmaunternehmen auf 9,5 Mio EUR, nach einem Verlust von 6,5 Mio EUR im Vorjahr.
24.02.2017 08:48

Das Geschäftsjahr 2016 habe sich wie erwartet entwickelt mit einem kontinuierlichen Fortschritt bei der Produktpipeline, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Auch finanziell sei man gut unterwegs.

Für Forschung & Entwicklung beliefen sich die Kosten auf 14,3 Mio EUR, nach 7,6 Mio im Vorjahr. Der grösste Teil der Kosten fielen im Zusammenhang mit den beiden Phase-III-Studien für die Behandlung von moderater bis schwerer Akne mit Winlevi in den USA und der EU an.

Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige Gemeinkosten nahmen auf 2,0 Mio von 760'000 EUR zu. Die Gesellschaft bestehe nun aus neun Teammitgliedern, heisst es. Louise Dube, Global Director of R&D wurde indes zum Jahresende pensioniert. Die Nachfolge per 1. Januar 2017 trat Alessandro Mazzetti an.

"AUSREICHEND" BARMITTEL

Am Stichtag Ende Dezember verfügte das Unternehmen über Barmittel oder Ähnlichem in Höhe von 33,7 Mio EUR. Ende Juni beliefen diese sich noch auf 40,1 Mio, und Ende 2015 hatte Cassiopea Barmittel in Höhe von 48,1 Mio EUR ausgewiesen. Die Mittel sollten bis zur Auswertung der Daten der klinischen Versuche der Phase III von Winlevi reichen, lässt sich CEO Diana Harbort in der Mitteilung zitieren.

Mit Blick auf die Produktpipeline, die insgesamt aus vier Kandidaten besteht, haben sich teilweise Anpassungen oder Verzögerungen ergeben. Mit den klinischen Versuchen der Phase III mit Winlevi gibt sich das Unternehmen jedoch zufrieden: Man sei vorangekommen, und am Jahresende seien 70 Standorte aktiv gewesen. "Jetzt schauen wir gespannt dem Abschluss entgegen", so die Worte Harborts.

Für Breezula wurde die sogenannte Phase II "proof of concept"-Versuchsreihe (POC) entworfen und zur Zulassung den Ethikkommittees eingereicht. Der Kandidat soll zur Behandlung androgenetischer Alopezie dienen, erblich bedingtem Haarausfall. Die Phase II sei weit vorangetrieben, heisst es dazu. Die ersten Patienten könnten rekrutiert werden, sobald die Bewilligung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vorliegt.

Für CB-06-01 (topisches Antibiotikum zur Behandlung von milder bis moderater Akne) konnte die POC-Versuchsreihe mit 85 Versuchspersonen bereits abgeschlossen werden. Nach der Auswertung der Resultate habe Cassiopea allerdings beschlossen, mit der Phase II mit einer verbesserten Formel bei der Dosierung fortzufahren.

Die Phase II POC für CB-06-02 (topischer Immunomodulator) zur Behandlung von Genitalwarzen habe sich indes verzögert. Diese wurde langsamer als geplant fortgeführt, weil der Lizenznehmer seine Aktivitäten aufgegeben hat. Die Organisation vor Ort in Israel musste vom Unternehmen übernommen werden.

ys/ra

(AWP)